Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft

94. Tagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft 1996

Grußwort


Es ist in der Welt doch nichts Interessanteres
für den Menschen, als wieder der Mensch.
Man kann ihn eigentlich niegenug sehen
und nie genug hören.
Es entstehen selbst durch jedes neue Gesicht, möchte ich sagen, neue Ideen.
Wilhelm v. Humboldt


Sehr verehrte Kolleginnen,
sehr geehrte Kollegen,

es ist uns eine Ehre, Sie im Namen des Vorstandes zur 94. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft nach Mannheim einzuladen. Die Wahl des Kongreßortes bedarf nach den erfolgreichen vergangenen Veranstaltungen keiner besonderen Begründung, zumal die Optionen hierfür langfristig getätigt wurden. Bei allen verständlichen Wünschen für einen Wechsel bleiben die Vorteile einer kontinuierlichen Organisation am selben Ort für Wissenschaft, Kultur und Industrie in einer ökonomisch schwierigen Zeit von Vorteil.

Verfolgt man unsere Verhandlungen in Wissenschaft und Weiterbildung in der Geschichte unserer Fachgesellschaft, so ist eine zunehmende Subspezialisierung unverkennbar. Wenn auch der erstrebenswerte Fortschritt ohne Zweifel hiervon abhängig ist, bleibt die Kunst der notwendigen Synopsis für den Patienten oberstes Gebot.

Die Wahl des Hauptthemas

„Auge und Systemerkrankungen"

soll den Bemühungen einer Integration der Augenheilkunde in die Gesamtmedizin Rechnung tragen. Es wird damit ein Entscheidungsprozeß berührt, den die praktisch-klinische Tätigkeit ständig herausfordert. Forschung und Praxis sollen es sein, die unter unserem Hauptthema sich vereinen und Raum greifen. Integration, ureigenstes Anliegen gerade unserer wissenschaftlichen Vereinigung, ist es auch, die alle Augenärztinnen und Augenärzte in dem gemeinsamen Ziel einer guten Betreuung unserer Kranken zusammenführt.

Das Rahmenprogramm wird einen Ausgleich zur Beanspruchung bei den wissenschaftlichen Sitzungen und nicht zuletzt zur Freude unserer Begleitungen bieten. Unser Angebot hat in diesem Jahr allerdings konsequent den finanzrechtlichen Beauflagungen für die Eigenfinanzierung zu entsprechen. Hierfür bitten wir um Verständnis.

In diesem Sinne hofft der Vorstand der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft auf Ihr Interesse und auf Ihre Beteiligung an der Jahrestagung 1996.

Mit freundichem Gruß
Ihr

Prof. Dr. Manfred Tost
1. Vorsitzender der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft
Prof. Dr. Anselm Kampik
2. Vorsitzender der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft