Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Gut ist, wer keine Fehler macht,
besser ist, wer aus seinen Fehlern lernt.Sie im Namen des Gesamtpräsidiums zur 96. Jahrestagung der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft in diesem Jahr erneut nach Berlin einladen zu dürfen, ist uns eine große Freude und Ehre.
Berlin, der Wirkungsbereich des Gründers unserer Gesellschaft, Albrecht von Graefe, die alte und neue Hauptstadt, war einst kultureller und politischer Mittelpunkt Preußens. Im 19. Jahrhundert zu einer der großen Metropolen der Welt avanciert, hat Berlin am 9. November 1989 endgültig die Existenz als Mauermuseum aufgegeben. Etwas mehr als acht Jahre nach dem Fall der Mauer, der die Zeitenwende in Europa symbolisiert, hat Berlin erneut die Chance, eines der bedeutenden Zentren Europas zu werden. Als Stadt der Wissenschaft und Wirtschaft, der Kultur und Kommunikation, als im Umbruch begriffene Hauptstadt in der neuen Mitte Deutschlands, gewinnt sie als Kongreß- und Tagungsort zunehmend an Bedeutung.
Einfachere Räumlichkeiten und ein eingeschränktes Platzangebot konnten dem Hauptanliegen der wissenschaftlichen Fachgesellschaft DOG, nämlich der Vermittlung und dem Gedankenaustausch aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, dem aufeinander Zugehen aller fachlichen Gruppierungen und dem so dringend erforderlichen engen Kontakt von Forschern, Augenärzten und der Industrie, nicht entgegenwirken. Vielmehr war am Ende der 95. Tagung bei allen Teilnehmern das Bewußtsein der Notwendigkeit eines neuen Miteinanders entstanden. Aus diesem Grunde fiel dem Präsidium die erneute Wahl Berlins als Tagungsort der DOG für das Jahr 1998 nicht schwer. Wir haben uns bemüht, die bei jedem neuen Tagungsort schwierige räumliche Situation des Vortragsbereiches durch Erschließung neuer Hörsaalkapazitäten zu verbessern.
Berlin reflektiert die Stimmungen und Trends der Zeit ebenso wie die europäische Geschichte. Diese Stadt ist somit ein idealer Tagungsort, um eine Symbiose zwischen den Generationen herbeizuführen und auch der jüngeren Generation der Augenärzte genügend Anreiz zur Teilnahme zu bieten. Damit aber nicht nur die Attraktivität der Stadt Berlin der Ausschlag für eine Teilnahme ist, haben wir das Kongreßprogramm sowie das gesellschaftliche Rahmenprogramm so gestaltet, daß sowohl die Interessen der jüngeren als auch der älteren Kollegen und der verschiedenen augenärztlichen Verbände berücksichtigt werden.
Das Präsidium der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft freut sich über Ihr Interesse, auf Ihre Teilnahme und insbesondere über Ihre Beiträge zur aktuellen Gestaltung des wissenschaftlichen Programms.
Ihr
Prof. Dr. J. Kammann
Präsident der DOGProf. Dr. H. Busse
Vizepräsident der DOG