97. Jahrestagung der DOG 1999

K105

LANGZEITERGEBNISSE DER TRABEKULOTOMIE BEI VERSCHIE-DENEN GLAUKOMFORMEN

R. Kuckelkorn, I. Schlüper, C. Redbrake

In einer retrospektiven Studie wurde der Langzeiteffekt der Trabekulotomie ab externo hinsichtlich der Druckregulation bei Patienten mit verschiedenen Glaukomformen untersucht.

Patienten: In die Studie eingeschlossen wurden 64 Augen, bei denen im Zeitraum von 1980-1987 Trabekulotomien als primärer Eingriff durchgeführt wurden. Bei 33 Augen bestand ein congenitales Glaukom, bei 16 Augen ein juveniles Glaukom, bei 7 Augen ein Pigmentglaukom und bei 8 Augen ein Aphakieglaukom. 26 Augen (40,7%) wurden präoperativ medikamentös behandelt. Die Nachbeobachtungszeit betrug zwischen 24-144 Monate (Mittel: 76 Monate).

Ergebnisse: Bei 30 Augen (90,0%) mit congenitalem Glaukom, 13 Augen (81,3%) mit juvenilen Glaukom und 7 Augen (100%) mit Pigmentglaukom konnte durch die Trabekulotomie als einzigen Eingriff langfristig eine Druckregulation (<20 mm Hg) erzielt werden. Bei den 8 Augen mit Aphakieglaukom zeigten lediglich zwei Augen (25%) eine Druckregulation. Allerdings mußten 19 dieser Augen (36,5%) zusätzlich medikamtenös behandelt werden. Bei 12 Augen (18,8%) waren weitere chirurgische Eingriffe zur Druckregulation erforderlich. Der mittlere präoperative Augeninnendruck wurde von 28,2 auf 16,3 mm Hg gesenkt. Als postoperative Komplikation wurde bei drei Augen (4,7%) eine schwere Vorderkammerblutung beobachtet.

Schlußfolgerung: Die Trabekulotomie ab externo stellt eine sichere und zuverlässige Methode insbesondere zur Behandlung des congenitalen und juvenilen Glaukoms, sowie des Pigmentglaukoms dar. Sie zeichnet sich durch einen anhaltenden Langzeiteffekt aus.

Augenklinik der RWTH Aachen


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