97. Jahrestagung der DOG 1999
V 118
KLIMATHERAPIE ODER LICHTTHERAPIE ZUR BEHANDLUNG DER UVEITIS: VERGLEICH DER ERGEBNISSE EINER 2-JAHRES-STUDIE
D. Baumgart, H. Busse, T. Schwarz
Licht, ob natürlich oder künstlich, wird therapeutisch eingesetzt zur Behandlung verschiedener immunologisch bedingter Erkrankungen. Zwischen 1994 und 1997 flogen 17 Patienten, die an eine chronische endogene Uveitis litten, zu einer Klimakur ans Tote Meer nach Israel. Die Sonnenexposition der Haut wurde täglich um ca. eine Stunde gesteigert bis zu einer maximalen Dauer von sechs Stunden täglich. Der Aufenthalt am Toten Meer dauerte in der Regel sechs Wochen. Eine zweite Gruppe von 21 Uveitis-Patienten wurde ambulant mit eine UVA-1-Ganzkörperbestrahlung behandelt. Beginnend mit einer Anfangsdosis von10 J/cm2 erfolgte eine Steigerung der Dosis auf 50 J/cm2. Innerhalb von drei Monaten erhielten die Patienten insgesamt 40 Bestrahlungen. Es wurden die Befunde der Patientengruppen nach einjährigem Beobachtungszeitraum miteinander verglichen. Bei beiden Gruppen konnte der Cortisonbedarf (lokal oder systemisch) reduziert werden, das Sehvermögen stieg an, die Entzündungshäufigkeit nahm ab, Maculaödeme waren rückläufig. Neben der bekannten Klimatherapie am Toten Meer steht uns mit der UVA-1-Lichttherapie eine neue Methode für die Behandlung der chronischen endogenen Uveitis zur Verfügung.
Augenklinik Ahaus, Am Schloßgraben 1, D - 48683 Ahaus
Univ. Hautklinik Münster
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