97. Jahrestagung der DOG 1999

V 126

OPTISCHE KOHÄRENZTOMOGRAPHIE (OCT) BEI CHRONISCHER CHORIORETINOPATHIA CENTRALIS SEROSA

B. Feigl, A. Haas


Einleitung: Bei der chronischen Chorioretinopathia centralis serosa (CCS) ist vor allem die Fluoreszein (FA) - und Indozyaningrünangiographie (ICGA) bezüglich der Diagnosestellung und Beurteilung der Aktivität des Krankheitsbildes von entscheidender Bedeutung.
Ein typischer angiographischer Befund ist die Abhebung der Neuroretina, die je nach Aktivität der Erkrankung in ihrer Ausprägung variiert.

Ziel: Kann die optische Kohärenztomographie (OCT) bei chronischer CCS eine zusätzliche Information bezüglich der Abhebung der Neuroretina bzw. Restaktivität im Vergleich zu den angiographischen Methoden bringen? Patienten und Methoden: Wir führten an 10 Patienten (20 Augen) mit chronischer CCS sowohl eine FA-und ICGA als auch ein OCT durch und verglichen die Ergebnisse der Untersuchungsmethoden.

Ergebnisse: Bei 19 Augen bestand hinsichtlich der erhobenen Befunde zwischen Angiographie und OCT eine gute Korrelation. Eine zusätzliche neuroretinale Abhebung in einem angiographisch unauffälligem Areal wurde nur bei einem Patienten gefunden. Dekompensiertes retinales Pigmentepithel (RPE) stellten sich in der OCT als verminderte Reflektivität im Bereich des RPE/Choriokapillaris-Komplexes, meist ohne Flüssigkeitsansammlungen dar.

Zusammenfassung: In einzelnen Fällen kann durch die optische Kohärenz-tomographie eine zusätzliche Information gewonnen werden, im allgemeinen korrelieren die Befunde mit den angiographischen Ergebnissen.

Universitäts-Augenklinik, Auenbruggerplatz 4, A - 8036 Graz


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