97. Jahrestagung der DOG 1999

K133

REPRODUZIERBARKEIT UND ZUVERLÄSSIGKEIT DER KONFOKALEN ENDOTHELZELLSCHICHTANALYSE MIT DER ANWENDUNG VON TOMEY CONFOSCAN P4 INSTRUMENT

L. Imre, A. Nagymihály


Hintergrund: Bei dem heutigen Entwicklungsstand ist die Darstellung des Endothels mittels Spiegelmikroskop derjenigen der konfokalen Mikroskopie noch überlegen. Ziel unserer Studie war es, die Zuverlässigkeit und Reproduzierbarkeit der Endothelmorphologie mittels konfokaler Mikroskopie zwischen verschiedenen Untersuchern und unter verschiedenen computergestüzten Untersuchungsmethoden zu untersuchen.

Patienten und Methoden: 12 Augen von 12 Patienten mit normalem Hornhautbefund wurden untersucht. Das mittlere Alter betrug 39 Jahre. Zwei verschiedenen Aufnahmen der abgebildeten Endothelzellschicht von allen Patienten wurden durch einen Untersucher (Gruppe I) beurteilt. Eine Aufnahme aller Patienten wurde durch zwei Untersucher (Gruppe II) analysiert. Die Aufnahmen wurden durch manuelle und automatische Methode (Gruppe III) ausgewertet. Anschliessend wurden die durch automatische Methode einmal schon analysierte Endothelschicht mit einem anderen computergestützten Zellanalyse-Programm (Scion Corporation) (Gruppe IV) auch untersucht. Es wurden die Endothelzelldichte, Anzahl der ausgewerteten Zellen, mittlere und totale Zellfläche, Variationskoeffizient der Zellform beurteilt.

Ergebnisse: In Gruppe I zwischen den Endothelbildern fanden sich keine signifikanten Unterschiede. In Gruppe II fanden sich zwischen zwei Untersuchern nur im Falle von manueller Analyse signifikante Unterschiede (Zelldichte, Zellzahlen , (p<0.05). In Gruppe III durch automatische Methode konnte signifikant grössere Zelldichten (p<0,001) beobachtet werden. In Gruppe IV gab es signifikante Unterschiede zwischen Tomey und Scion Endothelbilder. Ausserdem fanden sich eine starke lineare Korrelation unter den Parametern.

Schlussfolgerungen: Die konfokale Mikroskopie ist ein wichtiges Hilfsmittel für die Beurteilung der Hornhautmorphologie. Wir konnten bestätigen, dass die durch konfokale Mikroskopie abgebildete Endothelzellschicht durch verschiedene automatische Untersuchungsmethoden gut vergleichbar und reproduzierbar und für klinische Zwecke geeignet ist.

Augenklinik, VIII.Tömö u.25-29. H-1083 Budapest


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