97. Jahrestagung der DOG 1999

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UNTERSUCHUNG VON DEZENTRIERUNG UND VERKIPPUNG BEI FALTBAREN INTRAOKULARLINSEN MIT SCHEIMPFLUG-PHOTOGRAPHIE

M. Baumeister, T. Kohnen, A. Allers

In der Kataraktchirurgie werden in immer größerem Umfang faltbare Intraokularlinsen (IOL) eingesetzt. Von großer Wichtigkeit für das Langzeitergebnis der Kataraktoperation ist die Stabilität der IOL im Kapselsack.

Patienten und Methoden: Bei 40 Kataraktoperationen desselben Chirurgen wurden faltbare Intraokularlinsen 3 unterschiedlicher Typen mit 6 mm Optikdurchmesser in den Kapselsack implantiert: 1. Allergan SI40 (dreistückige IOL, Material: hochrefraktives Silikon mit PMMA-Haptiken); 2. Pharmacia CeeOn 911 (dreistückige IOL, hochrefraktives Silikon mit Haptiken aus Polyvinylidenfluorid); 3. Alcon AcrySof MA60BM (dreistückige IOL, hydrophobes Acrylat mit Haptiken aus PMMA). Die Zentrierung der Linse und die Verkippung der Optik in der Frontalebene wurden retrospektiv 6 Monate postoperativ mittels Scheimpflug-Photographie untersucht. Außerdem wurde die Position der Kapsulorhexis mit Retro-illuminationsaufnahmen bestimmt. Es wurden bei jeder Untersuchung 2 Spaltbilder und eine Retroilluminationsaufnahme angefertigt. Die Untersuchungen erfolgten mit dem Anterior Eye Segment Analysis System (EAS 1000, Fa. Nidek).

Ergebnisse: Hinsichtlich der Dezentrierung und Verkippung der Optik ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den 3 Gruppen. In allen Gruppen war der mittlere Wert der Dezentrierung kleiner als 0,3 mm und der Verkippung kleiner als 4°. Bei 1 implantierten SI40-IOL, 3 Alcon AcrySof-IOLs und 2 Pharmacia 911-IOLs war der Rand der Optik nicht vollständig mit Vorderkapsel bedeckt.

Schlußfolgerung: Alle 3 untersuchten Intraokularlinsen zeigten die gleiche postoperative Stabilität hinsichtlich Dezentrierung und Verkippung und bestätigen damit die guten postoperativen Ergebnisse, die wir mit faltbaren IOLs bisher erzielt haben.

Universitäts-Augenklinik, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt


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