97. Jahrestagung der DOG 1999

V 294

100 JAHRE VEREIN RHEINISCH-WESTFÄLISCHE AUGENÄRZTE
EIN VEREIN ZWISCHEN TRADITION UND FORTSCHRITT (1899-1999)

Holland, G.

Es wird über die wechselvolle Geschichte des Vereins Rheinisch-Westfälischer Augenärzte berichtet, der zwar nicht der älteste - 1893 gründete Hirschberg die Berliner Augenärztliche Gesellschaft-, aber die größte und traditionsreichste deutsche regionale augenärztliche Vereinigung ist. Vorbild bei der Gründung war die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft. Während in den ersten Jahrzehnten der Verein sich auch um wirtschaftliche und berufspolitische Fragen kümmerte, steht heute die wissenschaftliche Seite im Vordergrund. Die Tagungen (inzwischen 161 bis 1984 zweimal jährlich), entwickelten sich von einfachen Versammlungen mit kleinem Programm zu echten Kongressen mit einem oder mehreren Hauptthemen, relativ vielen Referaten, Vorträgen und einer großen Industrieausstellung. Die Satzung mußte mehrfach geändert werden und den Erfordernissen der Zeit angepaßt werden. Herausragende Persönlichkeiten wie Theodor Axenfeld, Emil Krückmann, Ernst Custodis und Gerd Meyer-Schwickerath zählten zu seinen Mitgliedern. Die ersten Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg waren geprägt durch Paul Adolf Jaensch, der maßgeblich am Wiederaufbau des Vereins nach dem Krieg beteiligt war, und Karl August Reiser, auf den mehrere Einrichtungen des Vereins zurückgehen, wie die Sitzungsbrichte, die Fortbildungskurse, der Wissenschaftspreis und die Gedächtnisvorlesungen. Während der letzten Jahrzehnte war es besonders Gerhard Berneaud-Kötz, 26 Jahre Schriftführer des Vereins, Mitglied der Julius-Hirschberg-Gesellschaft, der das Leben des Vereins besonders bestimmte. 1990 führte er die Jung-Stilling-Medaille ein. Besonders eng war für längere Zeit der Kontakt zu den holländischen Augenärzten. Der Verein hat inzwischen 24 Ehrenmitglieder.

Kiel


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