97. Jahrestagung der DOG 1999

K 34

LASIK MIT NIDEK EC 5000 - NOMOGRAM-OPTIMIERUNG

A. Handzel


Fragestellung: Auswertung der refraktiven Ergebnisse bei LASIK mit dem Excimer Laser Nidek EC5000. Auswertung des Einflusses der Ablations-parameter: Größe der optischen Zone und der Transitionszone auf das refraktive Ergebnis.

Methoden: Es wurden Patienten mit Myopie und myopischem Astigmatismus behandelt. Verschiedene Größen der optischen Zone und verschiedene unter der Refraktion der Patienten liegende Lasereinstellungen wurden vorge-nommen, die von dem Sehfehler und dem Alter des Patienten abhingen. Bei hoher Myopie mit Astigmatismus wurde ein Multizone- und Multipass-Verfahren angewendet. Die postoperativen Refaktionen und Topographien wurden ausgewertet.

Ergebnisse: Es wurde festgestellt, daß die sphärische Komponente von dem Laser überkorrigiert wird, während der Astigmatismus eher unterkorrigiert wird. Die Lasereinstellung war für die sphärische Korrektur signifikant niedriger programmiert als die zu korrigierenden Sehfehler. Die programmierte Ab-weichung wurde mit dem Patientenalter und der Größe der Korrektur erhöht. Die Anzahl der postoperativen Unterkorrekturen war angesichts der tiefen Lasereinstellung überraschend gering. Die Ergebnisse der Astigmatismus-korrektur entsprachen den Lasereinstellungen.

Schlußfolgerungen: Die Nidek-Software korrigiert die sphärische Komponente höher als erwartet. Besonders bei hohen Korrekturen und Patienten ab 35 Jahren sollte man die Auswahl des Nomograms mit großer Vorsicht vornehmen. Die Astigmatismuskorrektur bedarf keiner zusätzlichen An-passungen. Da die Heilung der Hornhaut bei LASIK nicht von der Transitionszone abhängt, sollte man die Transitionszone klein wählen oder ganz auf sie verzichten, wenn dadurch eine größere optische Zone ermöglicht wird.

Ziegelhüttenweg 1-3, 60598 Frankfurt


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