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Aspartatinfusion zur intraoperativen Blockade des postsynaptischen neuroretinalen NetzwerksG. M. Marzella, M. A.Vobig, H. Berk, P. Königsfeld, P. Walter
Hintergrund: Bei in-vitro Experimenten wird Aspartat eingesetzt, um die erste retinale Synapse zu blockieren. Dies erlaubt die Untersuchung pharmakologisch isolierter Photorezeptoren. Unter in-vivo Bedingungen ist Aspartat selten eingesetzt worden. Neue Fragestellungen wie die isolierte Elektrostimulation des neuroretinalen Netzwerks erfordern jetzt den Einsatz dieser Substanz unter in-vivo Bedingungen im Tierversuch.
Methoden: Pigmentierte Kaninchen (n=5) wurden via pars plana vitrektomiert. Unmittelbar nach der Vitrektomie wurden ERGs und VEPs abgeleitet. Die Augen wurden dann mit einer BSS-Infusion mit Zusatz von Aspartat in verschiedenen Konzentrationen (1 5 10 mM) umspült. Während der Umströmung (30 60 Minuten) wurde das ERG und das VEP kontinuierlich aufgezeichnet. Anschließend wurden die Augen mit normaler BSS Lösung durchspült und während dieser Phase wurden erneut ERGs und VEPs registriert.
Ergebnisse: Etwa 20 Minuten nach pars plana Vitrektomie lassen sich stabile ERGs und VEPs ableiten. Während 1 mM Aspartat nur zu einer mäßigen Beeinträchtigung des ERGs führt, läßt sich bei 5 mM Aspartat eine vollständige und anschließend reversible Unterdrückung der b-Welle erreichen, so dass lediglich die PIII Komponente des ERGs resultiert. Bei 10 mM Aspartat ist die b-Wellenblockade sehr rasch erreicht, aber nicht mehr reversibel.
Diskussion: Die Durchspülung des vitrektomierten Auges
beim Kaninchen mit einem Zusatz von 5 mM Aspartat führt zu einer reversiblen
Blockade der ersten retinalen Synapse und erlaubt damit Untersuchungen an
pharmakologisch isolierten Rezeptoren oder am vom neuronalen Input abgekoppelten
postsynaptischen Netzwerk.
Klinik und Poliklinik für
Augenheilkunde der Universität zu Köln,
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