K 158
P. Walter; P. Königsfeld, M. A. Vobig, G. M. Marzella, H. Berk EVOKED POTENTIALS AFTER EPIRETINAL ELECTRICAL STIMULATION IN ASPARTATE BLOCKED RETINAS P.Walter; P.Königsfeld, M.A.Vobig, G.M.Marzella, H.Berk, EVOZIERTE POTENTIALE NACH EPIRETINALER STIMULATION ASPARTAT BLOCKIERTER NETZHÄUTE
Hintergrund: Nach Blockade der postsynaptischen Übertragung durch Aspartat wurden die kortikalen Potentiale nach elektrischer Stimulation der inneren Retina untersucht.
Methoden: Pigmentierte Kaninchen (n=5) wurden vitrektomiert. Eine Mikrokontaktfolie wurde auf die Netzhautoberfläche im Bereich des visual streak positioniert und mittels PFCL fixiert. ERGs und VEPs wurden simultan abgeleitet. Elektrisch evozierte Potentiale (EEP) wurden durch monopolare Applikation von Pulsserien (10 Pulse / Serie) mit 100µA / Phase induziert und über subkutan implantierte Skalpelektroden abgeleitet. Die Augen wurden dann mit einer BSS-Infusion mit Zusatz von 5 mM Aspartat umspült bis eine Isolation der PIII Komponente des ERG gezeigt werden konnte. Hiernach erfolgte wiederum eine elektrische Stimulation der inneren Netzhaut wie oben beschrieben.
Ergebnisse: Die PIII Komponente des ERG kann beim Kaninchen in-vivo nach Zugabe von 5 mM Aspartat in die intraokulare Infusionslösung isoliert werden. Hierdurch kann die Blockade der Signalübertragung vom Photorezeptor zum 1. postsynaptischen Neuron gezeigt werden. Unter diesen Versuchsbedingungen konnten keine visuell evozierten Potentiale registriert werden. Elektrisch evozierte Potentiale konnten unter diesen Bedingungen reproduzierbar abgeleitet werden konnten.
Diskussion: Die elektrische Stimulation von retinalen Ganglienzellen ist auch nach Blockade der postsynaptischen Übertragung möglich. Hierdurch wird die Degeneration der äußeren Netzhaut, wie z.B. bei der Retinopathia pigmentosa im Tierversuch simuliert.
Zentrum für Augenheilkunde der Universität zu Köln,
Joseph-Stelzmann-Str. 9, D-50931 Köln
gefördert durch: BMBF IN501 K, Köln Fortune Programm
Background: After blocking the first retinal synapse with aspartic acid, cortical potentials elicited by electrical stimulation of the inner retinal surface were examined.
Methods: In pigmented rabbits (n=5) a vitrectomy was performed. A microcontact foil was implanted into the eye and placed onto the retinal surface in the area of the visual streak. The foil was fixated by PFCL. To monitor retinal function ERGs and VEPs were recorded simultaneously. Electrically evoked potentials (EEP) were elicited by monopolar application of pulse trains (10 pulses / train) with 100µA / phase. EEPs were recorded using subcutaneous scalp electrodes. 5 mM aspartic acid was added to the vitrectomy solution until the ERG showed only the PIII component. Under these conditions the electrical stimulation was repeated.
Results: The PIII isolation of the ERG under 5 mM aspartic acid indicated the complete block of the receptor input into the postsynaptic neuroretinal network. Visual evoked potentials could not be recorded under these conditions. However, stable electrical evoked cortical responses could be recorded.
Discussion: Reproducible cortical responses could be elicited by electrical stimulation of the inner retina in healthy eyes. Aspartic acid can be used to create a situation similar to RP with lack of input to the postsynaptic retinal cells. Under these conditions, electrical stimulation of the inner retinal surface still yielded cortical responses.
Department of Ophthalmology, University of Cologne
Joseph-Stelzmann-Str. 9, 50931 Köln
Funded by: BMBF IN501 K, Köln Fortune Programm
Hintergrund: Nach Blockade der postsynaptischen Übertragung durch Aspartat wurden die kortikalen Potentiale nach elektrischer Stimulation der inneren Retina untersucht.
Methoden: Pigmentierte Kaninchen (n=5) wurden vitrektomiert. Eine Mikrokontaktfolie wurde auf die Netzhautoberfläche im Bereich des visual streak positioniert und mittels PFCL fixiert. ERGs und VEPs wurden simultan abgeleitet. Elektrisch evozierte Potentiale (EEP) wurden durch monopolare Applikation von Pulsserien (10 Pulse / Serie) mit 100µA / Phase induziert und über subkutan implantierte Skalpelektroden abgeleitet. Die Augen wurden dann mit einer BSS-Infusion mit Zusatz von 5 mM Aspartat umspült bis eine Isolation der PIII Komponente des ERG gezeigt werden konnte. Hiernach erfolgte wiederum eine elektrische Stimulation der inneren Netzhaut wie oben beschrieben.
Ergebnisse: Die PIII Komponente des ERG kann beim Kaninchen in-vivo nach Zugabe von 5 mM Aspartat in die intraokulare Infusionslösung isoliert werden. Hierdurch kann die Blockade der Signalübertragung vom Photorezeptor zum 1. postsynaptischen Neuron gezeigt werden. Unter diesen Versuchsbedingungen konnten keine visuell evozierten Potentiale registriert werden. Elektrisch evozierte Potentiale konnten unter diesen Bedingungen reproduzierbar abgeleitet werden konnten.
Diskussion: Die elektrische Stimulation von retinalen Ganglienzellen ist auch nach Blockade der postsynaptischen Übertragung möglich. Hierdurch wird die Degeneration der äußeren Netzhaut, wie z.B. bei der Retinopathia pigmentosa im Tierversuch simuliert.