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F. E. Kruse, L. You Augenklinik der Universität Heidelberg, INF 400, D-69120 Heidelberg
Mechanismen, die zur Narbenbildung in der Hornhaut führen, sind weitgehend unverstanden. Wir haben die Wirkung des zur Familie der TGF-beta gehörenden Proteins Activin A in einem Modell der kornealen Narbenbildung untersucht und sind der Rolle des Smad-Signalweges nachgegangen.
Methode: Keratozyten vom menschlichen HH-Stroma wurden hinsichtlich der Expression von Activin und Activin-Rezeptoren (Act-R) untersucht. Parameter der Narbenbildung, d.h. Proteine, die eine myofibroblastische Transdifferenzierung anzeigen, wurden mittels Western blot quantifiziert. Die Rolle des Smad-Transduktionsweges verfolgten wir durch Überexpression von anti-Smad 2/3.
Ergebnisse: Activin A und korrespondierende Typ I und II Act-R werden in der menschlichen Hornhaut exprimiert. Rekombinantes Activin A induziert - ebenso wie TGF- ß - die Ansammlung von alpha smooth muscle Actin (SM-Actin) und smooth muscle Myosin (SM-Myosin). Die Transfektion menschlicher Keratozyten mit dem anti Smad 2/3 Konstrukt verhindert die Induktion von SM-Actin und SM-Myosin, was einen Beweis f? r die Bedeutung der durch Smad vermittelten Signaltransduktion bei der kornealen Narbenbildung liefert.
Diskussion: Unsere Ergebnisse bestätigen, daß Activin A (ebenso wie TGF- ß) als Faktor angesehen werden kann, der wichtige Aspekte der Wundheilung und Narbenbildung in der menschlichen Hornhaut reguliert. Seine Wirkung auf die myofibroblastische Differenzierung von stromalen Keratozyten wird durch den Smad-Signaltransduktionsweg vermittelt.