K 253
F.Wilhelm, A. Holtkamp, G. I. W. Duncker, J. Darman
Augenklinik, Martin-Luther-Universität, Magdeburger Str.
8,
D - 06097 Halle
Hintergrund: Die Ultraschallphakoemulsifikation des getrübten Linsenkerns stellt heute den Goldstandart in der Kataraktchirurgie dar. Trotzdem wird versucht, durch den Einsatz neuer Technologien den Verlust an Endothelzellen ebenso wie die Gewebeerhitzung und die Größe der Zugänge zu verringern. Neben der bimanuellen Phako, der Laserphako und dem Katarhex wurde auch über den Waterjet diskutiert.
Methoden: Humane, im Rahmen von ECCE gewonnene Linsenkerne wurden im Wasserbad mit Hilfe des Wasserstrahls zerteilt. Dabei wurden die Parameter Arbeitsdruck, Abstand zum Objekt und Auftreffwinkel variiert.
Ergebnisse: Bei der unterschiedlichen Konsistenz konnten bei direkter Einwirkung des Wasserstrahls bei maximal zehn Sekunden Schneidzeit sämtliche Kerne durchtrennt werden. Dabei waren Arbeitsdrücke von bis zu 10 bar notwendig.
Diskussion: Die bei der Zerteilung humaner Kerne aufgewendeten Drücke lagen insbesondere bei harten Kernen deutlich über den bekannten Werten, die von der Linsenkapsel toleriert werden. Die Anwendung eines Waterjets im Auge mit direkter Einwirkung des Strahls ist bei den notwendigen Arbeitsdrücken nicht vertretbar. Es müssen Handstücke entwickelt werden, deren Design eine Wirkung des Wasserstrahls vorsieht, die die Linsenkapsel nicht gefährdet.