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R. Welt
Effektivität, Komplikationsrate und Belastung intraokularer Strukturen werden bei der Kelman-Phakoemulsifikation maßgeblich von den Eigenschaften des Operationssystems bestimmt.
Die Tradition der Entwicklung begann mit dem 1967 erstmals eingesetzten Prototypen, ab 1970 war die Serie 7000/8000 Cavitron/Kelman-Emulsifier über ein Jahrzehnt allein auf dem Markt trotz erheblicher Mängel und Sicherheitsrisiken. Erst Anfang der 80er wurde durch einen anderen Hersteller, aber den gleichen Konstrukteur ein deutlich verbessertes Gerät vorgestellt, weitere Anbieter folgten. Schwerpunkte der Weiterentwicklung waren Wechsel von der leistungsschwachen, aber stark wärmeentwickelnden, magnetostriktiven Energieerzeugung zum piezo-elektrischen System, hochleistungsfähige schnell ansprechende Aspirationspumpen, lineare oder logarhythmische Steuerung von Energiegabe und Aspiration, verbesserte Kontrolle von Turbulenzen in der Vorderkammer.
In den 90ern erfolgten Verbesserungen des Phakotips zur gesteigerten Energieausnutzung durch konische oder gestufte Innengestaltung, Abwinklung des Tipendes, Rotationsbewegung zusätzlich zur longitudinalen Bewegung. Derzeit werden aufwendige elektronische Kontrollmodule entwickelt, die bis zu 8 Chips benötigen und situationsgebunden Energie- und Aspirationsanpassung nahezu ohne Zeitverzögerung erwirken. Die Energieabgabe wird minimiert, bimanuelle Techniken werden möglich. Phakolasersystemes stehen in der Erprobung. Ihre Leistungsfähigkeit entspricht nicht den Phakosystemen neuester Generation.
Augenklinik des Klinikums Ludwigshafen, Bremserstr. 79,
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