98. Jahrestagung der DOG 2000

K 256

Derzeitiger Stand der Erbiumlaserphakoemulsifikation

H. Höh

Hintergrund: Mit dem 100-Hz-PHACOLASE (Aesculap-Meditec, Jena) steht zusammen mit dem MEGATRON (Geuder, Heidelberg), dem bidirektionalen Fußschalter und den Slimline-Handstücken eine neue Generation des Erbiumlaserphako-Systems zur Verfügung.

Material und Methode: Bislang haben wir mehr als 200 Augen operiert. Die Operationstechnik umfaßt kornealen und korneoskleralen Zugang, Kapsulorhexis, Hydrodissektion, Hydrodelineation, Phaco-Chop-Technik und IOL-Kapselsack-Implantation.

Ergebnisse: Mit dem PHACOLASE ist die Erbiumlaser-Phakoemulsifikation im Vergleich zum 60-Hz-Laser deutlich optimiert worden. Die durchschnittliche Phakozeit beträgt 1,8 min. Zumeist sind Einzelpulsenergien von 10 mJ ausreichend. Die Repetitionsrate kann kontinuierlich von 10 bis 100 Hz gewählt werden. Die durchschnittliche Gesamtenergie liegt bei 34 J. Kapselrupturen und laserspezifische Komplikationen sind nicht aufgetreten bei Kernhärten von 0 bis 3. Auch Kernhärten von 4 können mit dem Laser emulsifiziert werden, benötigen aber noch zu lange Emulsifikationszeiten. Neu entwickelte Anti-Clogging-Handstücke erlauben aber mittlerweile die Emulsifikation auch von Kernhärte 3 in wenigen Minuten.

Schlußfolgerung: Die Endothelprotektion, die geringere Energie-übertragung in das Auge im Vergleich zur Ultraschallphakoemulsifikation, das gute Handling und die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten des Erbiumlasers in der Augenheilkunde (Lidchirurgie, Glaukomoperation, Vitrektomie, Kapsulorhexis) haben bis Kernhärte 3 zu einem routine-mäßigen Einsatz des PHACOLASE in Neubrandenburg geführt.

Augenklinik im Klinikum Neubrandenburg, PF 40 01 35, D-17022 Neubrandenburg



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