98. Jahrestagung der DOG 2000
V 258
Sklerale no-stitch L-Inzision zur Implantation von harten IOLs mit großer Optik.
R. Hennekes, A. Claeys
Einleitung: Es sollen die klinischen Eigenschaften einer skleralen, L-förmigen no-stitch Inzision, die die Implantation grob
er PMMA Linsen gestattet, untersucht werden.
Methoden: Bei über 600 Kataraktoperationen wurde eine 2.5 mm breite und 5.5 mm lange, leicht schräge, L-förmige Inzision benutzt und eine PMMA Linse mit 6.5 bzw. 7.0 mm Optikdurchmesser implantiert. Darüberhinaus wurden 4 Wochen, 1 Jahr und 2 Jahre postoperativ der chirurgisch induzierte Astigmatismus (Vektoranalyse) bestimmt.
Ergebnisse: Es gab keine inzisionsbedingten postoperativen Komplikationen, insbesondere keine Wundleckagen. In weniger als 1% der Fälle wurde intraoperativ eine Naht gesetzt. Der chirurgisch induzierte Astigmatismus betrug nach einem Monat 1.02 ±
0.6 dptr. Im späteren Verlauf zeigte sich nach 2 Jahren eine Tendenz zur Verminderung, die erst nach 3 jähriger Beobachtungszeit statistisch signifikant zu werden begann.
Diskussion: Eine große, sklerale, no-stitch L-Inzision hat eine ausgezeichnete mechanische Stabilität und klinische Sicherheit. Veränderungen des induzierten Astigmatismus auf lange Zeit können vernachläsigt werden.
Augenklinik der Freien Universität Brüssel (VUB),
Laarbeeklaan 101,
B - 1090 Brüssel / Belgien
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