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M. Zierhut1, I. Kötter2, C. M. E. Deuter1, T. Schlote1, N. Stübiger1 2
Einleitung: Eines der Hauptprobleme bei okklusiver retinaler Vaskulitis ist die Entstehung von retinalen Neovaskularisationen, ausgelöst durch eine sekundäre retinale Ischämie. Die antiinflammatorische Wirksamkeit von Interferon a
2a (IFN a
2a) in der Therapie der okklusiven retinalen Vaskulitis beim Morbus Behçet (MB) konnten wir bereits nachweisen (Kötter et al. 1998). Hiermit wollen wir die antiangiogenetischen Eigenschaften von IFN a
2a vorstellen.
Patienten und Methoden: Drei Patienten mit ausgeprägten Papillen-Neovaskularisationen erhielten eine Therapie mit IFN a
2a, beginnend mit 6 MioIU/die in ausschleichender Dosierung. Hierbei handelte es sich um 2 Patienten mit einem okulären MB und um einen Patienten mit einer ausgeprägten Panuveitis mit okklusiver Vaskulitis unklarer Genese.
Ergebnisse: Bei allen drei Patienten konnte eine Regression der Uveitis posterior erzielt werden. Während es bei den beiden MB-Patienten zu einer kompletten Rückbildung der retinalen Neovaskularisationen innerhalb von 3 Wochen kam, konnten wir bei dem Patienten mit der okklusiven retinalen Vaskulitis unklarer Genese eine massive Reduktion der Papillen-Neovaskuarisationen beobachten.
Schlußfolgerung: Bei den Interferonen sind neben den antiinflammatorischen zusätzlich antiangiogenetische Eigenschaften bekannt. IFN a
2a scheint neben der okulären Entzündung auch hierdurch induzierte retinale Neovaskularisationen zu reduzieren.
Unseres Wissens nach stellen diese 3 Fälle die ersten Beschreibungen einer medikamentös induzierten Antiangiogenese retinaler Neovaskularisationen im Rahmen einer okklusiven retinalen Vaskulitis dar.
1Universitäts-Augenklinik Tübingen, Schleichstrasse
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