98. Jahrestagung der DOG 2000

R 282

Oxidative Gewebeschäden des Auges

A. J. Augustin, F. Koch*, B. Dick

Es existieren zahlreiche Mechnismen, die oxidative bzw. durch freie Radikale induzierte Gewebeschäden hervorrufen können. Das Auge nimmt im menschlichen Körper eine Sonderstellung ein, da auch sein physiologischer Stimulus, das Licht, solche Schäden hervorrufen kann. Dieser Faktor und die zahlreich vorhandenen ungesättigten Fettsäuren machen besonders die Netzhaut für solche Schäden sehr anfällig. Nicht zuletzt deswegen wird die altersbedingte Makuladegeneration mit einer chronischen Lichtexposition in Verbindung gebracht. Daneben existieren Zusammenhänge mit vermutlich eben Falls oxidativ induzierten Linsenveränderungen bei der Alterskatarakt. Bei zahlreichen ophthalmologischen Krankheitsbildern, die auch von anderen Organen bekannt sind, werden die dort bereits indentifizierten Radikalquellen wie z.B. die Sauerstoffradikalproduktion über ischämische und Entzündungs-prozesse ebenfalls als mitverantwortlich angesehen. Eine weitere wichtige Augenerkrankung, die mit oxidativen Schäden in Verbindung gebracht wird, ist die diabetische Retinopathie. Hier sollen Radikale ein wichtiges Bindeglied im Krankheitsprozess darstellen, da sie auch in der Lage sind, die Produktion verschiedener Wachstumsfaktoren zu initiieren und somit das vasoprolife-rative Geschehen unterstützen.

Universitäts-Augenklinik, Langenbeckstrasse 1, 55131 Mainz

*Universitäts-Augenklinik, Theodor-Stern-Kai 7, 60590 Frankfurt



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