P 30
N. X. Nguyen, A. Langenbucher, B. Seitz, M. Graupner, C. Cursiefen, M. Küchle
Hintergrund: Ziel dieser Arbeit war es, Veränderungen der Blut-Kammerwasser-Schranke (BKS) nach perforierender Keratoplastik (PK) und simultaner extrakapsulärer Katarktextraktion mit Hinterkammerlinsenimplantation (Triple-OP) nichtinvasiv zu quantifizieren und deren Ausmaß mit Veränderungen bei reiner PK zu vergleichen.
Patienten und Methode: Die Studie umfaßte 68 Augen nach Triple-OP und 171 Augen nach reiner PK. Die Diagnose zur Hornhauttransplantation wasr Fuchssche Hornhaut-Endothel-Dystrophie 39%, Keratokonus 44%, stromale Hornhautdystrophie 3% und nicht- vaskularisierte Hornhautnarben 6%. Die postoperative lokale Steroid-Therapie war für beide Gruppen standardisiert. Die Beurteilung der BKS erfolgte mit dem Laser Flare-Cell Meter (FC-1000, Kowa) in einem definierten postoperativen Raster (10. Tag, 6 Wochen, dann alle 3 Monate postoperativ bis 1 Jahr). Patienten mit anderen Erkrankungen oder früheren Operationen, die zu Veränderungen der BKS führen können, wurden aus der Studie ausgeschlossen.
Ergebnisse: In der postoperativen Frühphase zeigten Patienten mit Triple-OP deulich signifikant höhere Tyndallometriewerte (21,9 ±
11,0 Photon counts/ms) als Patienten mit reiner PK (8,3 ±
3,2; p = 0,01). Sechs Wochen postoperativ normalisierte sich die Tyndallometriewerte bei Patienten nach reiner PK (6,2 ±
2,3), während die Patienten mit Triple-OP noch grenzwertig erhöhte Werte hatten (8,8 ±
4,6; p = 0,01). Sechs Monate postoperativ normalisierten sich auch die Tyndallometriewerte bei Patienten mit Triple-OP (7,0 ±
3,8) und unterschieden sich nicht mehr signifikant (p>0,05) von Werten nach reiner PK .
|
Zeitpunkt |
10.Tag |
6 Wochen |
3 Monate |
6 Monate |
9 Monate |
12Monate |
|
Triple-OP |
21,0 ± 11,0 |
8,8± 4,6 |
9,2 ± 4,8 |
7,0 ± 3,8 |
6,3 ± 2,5 |
6,7 ± 3,6 |
|
Reine PK |
8,8 ± 3,2 |
6,2± 2,3 |
5,1 ± 2,1 |
4,7 ± 1,9 |
5,1 ± 2,3 |
5,0 ± 1,8 |