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U. Pleyer, P. Rieck, E. Bertelmann
Einleitung: Die Keratomalazie mit drohender Hornhautperforation bei Patienten mit rheumatoider Arthritis stellt eine fortbestehende Herausforderung dar. Ziel unserer Untersuchung war es die anatomischen und funktionellen Ergebnisse nach perforierender Keratoplastik bei rheumatischer Grunderkrankung zu analysieren und den therapeutischen Nutzen einer zusätzlichen lokalen Cyclosporin A Therapie einzuschätzen.
Patienten und Methoden: Innerhalb eines Beobachtungszeitraumes von 5 Jahren wurde bei 13 Augen von 12 Patienten aufgrund einer Keratomalazie oder fortgeschrittenen Deszemetozele eine Keratoplastik (Transplantatdurchmesser 3,0-11,0 mm) durchgeführt. Postoperativ erhielten neun der Patienten topisch appliziertes Cyclosporin A zusätzlich zur stets durchgeführten immunsuppressiven Basistherapie.
Ergebnisse: Bei einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 17 Monaten konnte bei allen Patienten der Erhalt des Bulbus erreicht werden. Post-operative Komplikationen nach der ersten PK waren persistierende Epithelisierungsstörungen bei 7 Augen (54,4%), rekurrierende Hornhaut-ulzera und Fistulationen im Transplantatbett bei jeweils 3 Augen (23%) Fadenlockerung bei 2 Augen (15,4%), und Transplantatabstoßung bei einem (7,7%) Patienten. Acht zusätzliche Transplantate waren durch Wiedereinschmelzen der Hornhaut oder persistierende tiefe Stromadefekte erforderlich. Zwar konnte ein tendenziell günstigerer Verlauf bei Patienten mit zusätzlicher lokaler CsA Therapie beobachtet werden, aufgrund der begrenzten Patientenzahl wurde jedoch keine statistische Signifikanz er-reicht. Als beste postoperative Sehschärfe konnte bei 4 Augen ein Visus von 0,5 erreicht werden; bei 7 Augen blieb die Funktion auf =0,1 be-schränkt.
Schlußfolgerung: Durch die perforierende Keratoplastik kann eine anatomische Integrität der schwergeschädigten Augen erreicht werden, jedoch muß aufgrund der hohen Komplikationsrate der Eingriff als letzte therapeutische Möglichkeit eingeschätzt werden. Die Prognose ist weiterhin ungünstig und erfordert neue therapeutische Ansätze.
Dept. of Ophthamology, Charité, Humboldt University, 13353 Berlin
Supported by DFG (Pl 150/9-1).