K 396
Langzeit-Ergebnisse nach Mikrodrill-DacryoplastikR. Ungerechts¹, M. Lüchtenberg², H.-W. Meyer-Rüsenberg³,
K.-H. Emmerich¹
Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten sind durch die Einführung endoskopischer Untersuchungsmethoden in der Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Tränenwege eröffnet worden. Die direkte Beurteilung der Schleimhautverhältnisse ist intraoperativ möglich.
Außer der laserchirurgischen Eröffnung von Tränenwegstenosen gibt es als Alternative die mechanische Öffnung oder Erweiterung mit einem Bohrersystem.
Patienten: Ab April 1998 wurde in den beteiligten Augenkliniken bei 44 Patienten eine Mikrodrill - Dacryoplastik durchgeführt. Bei 23 Patienten war eine Beobachtung nach mindestens einem Jahr postoperativ möglich. Davon sind 18 weiterhin beschwerdefrei.
Ergebnisse: Eine erfolgreiche Rekanalisierung unter endoskopischer Kontrolle war in allen 44 Fällen möglich. Komplikationen wurden nicht beobachtet. Die Langzeitergebnisse nach mindestens einem Jahr Nachbeobachtungszeitraum liegen nun vor und bestätigen die Mikrodrill Dacryoplastik als ein weiteres erfolgversprechendes Verfahren in der minimal invasiven Chirurgie der ableitenden Tränenwege.
1Augenklinik, Klinikum Darmstadt, Heidelberger
Landstr. 379,
D-64297 Darmstadt
2Augenklinik,
Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt,
Theodor-Stern-Kai 7, D-60596 Frankfurt
3Augenklinik, St.-Josef-Hospital, Dreieckstr. 17, D-58093 Hagen