98. Jahrestagung der DOG 2000
VV 406
In-vivo-Imaging aktivierter T-Lymphozyten durch Expression von Green Fluorescent Protein (GFP)
M. D. Becker, S. Crespo, S. R. Planck, M. Naramura*, J. T. Rosenbaum
Einleitung: Intravitalmikroskopie ermöglicht es, die Migration spezifischer Zellpopulationen während Entzündungen in vivo darzustellen. Ein Nachteil dieser Untersuchungsmethode ist, daß der Aktivierungsgrad einzelner Zellen des Infiltrats nicht differenziert werden kann. Dieser Nachteil kann mit dem Einsatz transgener Tiere, die als spezifischen Marker für aktivierte T Zellen die cDNA von green fluorescent protein (GFP) an der Promotorregion für Interleukin-2 (IL-2) tragen [Immunity (1998) 9: 209], umgangen werden.
Methoden: Transgene Mäuse erhielten eine intravitreale Injektion von E. coli Enterotoxin zur Induktion einer Uveitis. 4h später wurde zusätzlich rekombinantes Maus IL-2 in die Vorderkammer injiziert. In vivo Imaging infiltrierender Zellen im Irisstroma wurde mit intravitaler Fluoreszenzmikroskopie 6, 24, 48 und 72 Stunden nach Endotoxingabe durchgeführt. Die Absolutwerte fluoreszenter Zellen pro mm2 wurden ermittelt.
Ergebnisse: Aktivierte, GFP-exprimierende T Zellen konnten mittels Intravitalmikroskopie ohne zusätzlichem Fluoreszenzfarbstoff sichtbar gemacht werden. Aktivierte, fluoreszente Zellen wurden ausschließlich im Irisstroma oder ent-lang des vaskulären Endothels gesehen. Die Anzahl GFP-positiver Zellen in der Iris nahm von 1.5 Zellen/mm2 (6 Stunden) auf 5.7 Zellen/mm2 (72 Stunden) zu.
Diskussion: Die Expression von GFP in diesen transgenen Tieren erlaubt das selektive Imaging aktivierter T Zellen zu verschiedenen Zeitpunkten innerhalb desselben Tieres. Diese Studie beschreibt einen neue Methode, um den Grad der Aktivierung von T Zellen in entzündlichen Reaktionen zu bestimmen.
Casey Eye Institute, Oregon Health Sciences University, Portland, OR
*National Institutes of Health, Bethesda, MD
Zurück