In dieser Arbeit sollte die Wirksamkeit der transpupillären Thermotherapie mit einem Diodenlaser geprüft werden. Wir haben außerdem Antworten auf folgende Fragen zu finden versucht, wie: wann und wie soll die Thermotherapie durchgeführt werden und wann soll sie als die alleinige Therapieform, und wann in Kombination mit anderen Methoden durchgeführt werden?
Patienten und Methode - Es wurden 51 Augen von 49 Patienten im Alter von 31 bis 82 Jahren (das Durchschnittsalter der ganzen Patientengruppe war 55 Jahre) behandelt. Innerhalb der untersuchten Patientengruppe hat man bei 43 Patienten einen primären Tumor, und bei 5 Patienten Metastasen festgestellt. In 47 Fällen trat der Tumor auf einem Auge, und in 2 Fällen auf beiden Augen auf. Die Nachbeobachtungszeit nach Therapiebeginn lag zwischen 2 und 25 Monaten. Aus der untersuchten Gruppe wurden 11 Patienten ausgeschlossen, deren Nachbeobachtungszeit kürzer als 3 Monate war, und bei denen aus unterschiedlichen Gründen eine regelmäßige Nachbeobachtung nach der Therapie nicht möglich war. Alle Patienten wurden bei der transpupillären Thermotherapie (TTT) mit einem Diodenlaser OcuLight Sl des Herstellers IRIS Medical Instruments. Inc. behandelt. Die Eingriffe wurden unter Anwendung eines Goldmann-Dreimalespiegel-Kontaktglases und unter spaltlampenmikroskopischer Beobachtung durchgeführt. In Abhängigkeit von der Tumorpigmentierung und seiner Therapieempfindlichkeit war die Strahlungsleistung unterschiedlich und betrug von 300 bis 1300 mW, wobei der Durchschnittswert 700 mW betragen hat. Auch die verwendete Fleckgröße war durch den Tumoraufbau bedingt (d.h. seine Fläche und Form), sowie durch die Anzahl der Gefäße in seinem Bereich. Die verwendeten Größen waren von 1,2 bis 3,0 mm. Die Expositionszeit betrug in den meisten Fällen 1 Minute pro Herd.
Ergebnisse - Bei 40 behandelten Augen hat man in 28 Fällen (70%) eine Tumorregression festgestellt, die Stabilisation wurde in 6 Fällen (15%) festgestellt und die Tumorprogression in 6 Fällen (15%). Als Nebenwirkungen, die man während der Therapieführung feststellen konnte, wären die von den Patienten gemeldete Defekte im Gesichtsfeld entsprechend der durchgeführten Lasertherapie zu nennen, Glaskörperblutung, PVR, ein sekundäres Glaukom mit einer intesiven Rubeosis iridis und eine vorübergehende exsudative Netzhautablösung auf. In 2 Fällen wurde dagegen eine leichte Verbesserung der Sehschärfe beobachtet.
Antragen - Zusammenfaßend kann Folgendes festgestellt werden: 1. Bei Fällen von intraokulären Tumoren kann die transpupilläre Thermotherapie sehr wirksam sein, besonders bei niedrigen Tumorprominenzen. In diesen Fällen kann sie als alleinige Therapiemethode angewandt werden. 2. Behandl ung von größeren Tumoren ( mit Tumorprominenz höher als 4,5 mm) in Kombination mit anderen Therapiemethoden (z.B. Ruthenium-Brachytherapie) kann den Heilungsprozeß beschleunigen und die Chancen einer totalen Remission erhöhen. 3. In Abghängigkeit vom klinischen Gesamtbild und von der Therapiewirkung sind die Eingriffe mehrmals zu wiederholen. 4. Guter Pigmentierungsgrad des Tumors erlaubt eine bessere Eingriffskontrolle d.h. eine entsprechende Laserleistung-Wahl und Laserwirkungseinschätzung. 5. Die während der Untersuchungen festgestellten Nebenwirkungen erwiesen sich als ungefährlich für das Auge, obwohl sie in einigen Fällen die Therapie erheblich erschweren können oder sogar eine Fortsetzung der Thermotherapie unmöglich machen. 6. Wegen der langen Expositionszeit und Schmerzhaftigkeit des Eingriffs ist bei höheren Tumorprominenzen immer eine Parabulbäranästhesie anzuwenden, die eine bessere Eingriffskontrolle erlaubt.
Ein längerer Nachbeobachtungszeitraum und eine größere Patientenzahl, die mit dieser Methode behandelt wurde, wären notwendig, um optimale Kenndaten zu ermitteln, sowie die Effizients zu steigern und eventuelle weitere Nebenwirkungen zu reduzieren.
Klinika Okulistyczena A. M., Im. K. Marcinkowskiego, 61-848 Pozna