98. Jahrestagung der DOG 2000

P 432

Hyphäma und intraokularer Druck nach Contusio bulbi

A. Viestenz

Hintergrund: Es wurde der Einfluß der Hyphämahöhe nach Contusio bulbi auf die akute Steigerung des intraokularen Druckes (IOD) untersucht.

Patienten und Methode:Bei 212 Patienten unter 50 Jahren wurde nach Bulbusprellung, die nicht länger als 3 Tage zurückliegen durfte, ein stationäres Druckprofil erstellt und der maximale IOD am UnFallauge be-stimmt.

Ergebnisse: Es fand sich eine signifikante Korrelation zwischen Hyphämahöhe und akuter IOD-Steigerung: kein Hyphäma = 19,9 ± 7,3 mmHg, bis ¼ Vorderkammer-höhe (VK) = 21,0 ± 8,7 mmHg, ¼ - ½ VK = 24,1 ± 9,8 mmHg, ½ - ¾ VK = 32,5 ± 18,3 mmHg, > ¾ VK = 35,3 ± 17,5 mmHg (t-Test: p=0,009).

Schlußfolgerung: Augen mit großem Hyphäma nach Contusio bulbi haben ein deutlich erhöhtes Risiko einer akuten IOD-Steigerung. Jedoch sind auch bei kleinen Hyphämata Druckspitzen möglich.

Augenklinik mit Poliklinik der Universität Erlangen-Nürnberg, Schwabachanlage 6, D - 91054 Erlangen



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