98. Jahrestagung der DOG 2000

V 462

Neueste Ergebnissee der Makularotation

C. Eckardt, U. Eckardt, K. Otte

Zwischen Februar 1997 und Januar 2000 wurde bei 82 Patienten mit einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) eine Makularotation vorgenommen. Über die Komplikationen und Ergebnisse wird berichtet.

Material und Methode: Nach artifizieller Netzhautablösung, 360 Grad Retinotomie und Entfernung der choroidalen Neovaskularisationsmembran (CNV) wurde die Netzhaut um den Sehnerv nach oben rotiert (durchschnittlich 35 Grad). Bei fast allen Patienten wurde zusätzlich durch Muskelchirurgie eine Gegenrotation des Bulbus herbeigeführt, um die Inzyklotropie durch die Netzhautdrehung zu kompensieren.

Ergebnisse: Postoperativ wurde das Siliconöl aus allen Augen wieder entfernt, häufig bereits 10 Tage nach der Injektion. Als schwerwiegendste Komplikation kam es in 24 Augen (29%) zu einer lokalen oder ausgeprägten PVR-Reaktion, meist kombiniert mit einer Netzhautablösung, die einen oder mehrere Revisionseingriffe erforderlich machte. In über der Hälfte der in den ersten beiden Jahren operierten Augen entwickelte sich ein zystoides Makulaödem. Bei den später operierten Augen trat es seltener auf, ohne dass hierfür eine Ursache erkennbar war. Zu Rezidiven der CNV kam es in 14 Augen (17%). Bei der letzten Untersuchung wiesen 25 Augen einen Fernvisus von 0.4 oder besser auf und 39 Augen einen Nahvisus von mindestens 0.4 (Oculus-Tafeln).

Schlußfolgerung: In der Mehrzahl der Fälle konnte durch die Netzhautrotation die foveale Funktion erhalten werden. Ein Lesesehvermögen wurde in immerhin 47% erzielt. Auch in Anbetracht der zum Teil schon längeren Nachbeobachtungszeit sind die Ergebnisse weiterhin ermutigend.

Augenklinik der Städtischen Kliniken Frankfurt-Höchst, Gotenstr. 6-8, D - 65929 Frankfurt



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