98. Jahrestagung der DOG 2000

R 511

Photodynamische Wundmodulation in der Glaukomchirurgie

M. Diestelhorst, S. Grisanti, G. K. Krieglstein

Einleitung: Die Sicherheit und der klinische Nutzen der zellulären Photoablation mit BCECF-AM (Carboxyfluorescein-ester) auf die postoperative Wundheilung nach Re-Trabekulektomie sollte untersucht werden.

Methodik: In 10 konsekutiven Patienten mit 1-3 vernarbten Glaukomeingriffen wurde 80 µg BCECF-AM subconjunktival 20 Minuten vor Trabekulektomie appliziert. Ein limbusbasaler BH-Lappen wurde präpariert, Tenon und Episklera 8 Minuten mit blauem Licht (450-490 nm) beleuchtet und die Trabekulektomie komplettiert. Der anti-fibrotische Effekt wurde als postop. IOD-reduktion, Filterkissenfunktion und –aussehen sowie Medikamentenreduktion bestimmt.

Ergebnisse: Wir operierten 4 LA und 6 RA von 5 Männern und 5 Frauen mit kongenitalem Glaukom, POAG, Sekundärglaukom. Alter +-71,3 Jahre. Mittlere postop. Kontrolle war 212,3 Tage. Der praeop. IOD war 43,3 mmHg. Zwei Augen vernarbten innerhalb von 3 Monaten. Ein Auge ist unter Latanoprost und Timolol Therapie korregiert, IOD 17 mmHg. Sieben Augen haben ohne Antiglaukomatosa einen IOD von 16,4 (Spanne: 10-21) mmHg. Komplikationen: frühe postop. Hypotonie 3-6 mmHg, flache VK und AH-amotio.

Diskussion: Im Gegensatz zur TE mit MMC oder 5-FU wurden keine toxischen BH-Reaktionen oder Endophthalmitis festgestellt. Die zelluläre Photoablation erfolgt nur in Zellen, die den Farbstoff enthalten und mit entsprechender Wellenlänge direkt beleuchtet werden. Die Sicherheit und Verläßlichkeit dieser neuen Technik der klinischen Wundmodulation in der Glaukomchirurgie soll an größerer Patientenkollektiven mit konventioneller TE verglichen werden.

Universitäts-Augenklinik zu Köln, J.-Stelzmann Str. 9, 50931 Köln



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