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ein Kosten-Nutzen-Vergleich am Beispiel einer Augenklinik
A. S. Neubauer, O. Ehrt
Einleitung: Ziel der Untersuchung ist es, die Kosten und Nutzen einer elektronischen Krankenakte denen der traditionellen Papierversion gegenüberzustellen.
Methoden: Am Beispiel einer Universitäts-Augenklinik mit 140 Betten werden Kosten und Nutzen im Sinne von vermiedenen direkten Kosten, verglichen.
Ergebnisse: Im vorgestellten Beispiel beträgt der gut quantifizierbare, zusätzliche Nutzen 192 000 DM pro Jahr. Dem stehen Kosten von jährlich 234 000 DM bei 4 Jahren Abschreibung der erforderlichen Zusatzausstattung gegenüber. Somit treten durch eine elektronische Patientenakte im Vergleich zur Krankenakte in Papierform jährlich 42 000 DM zusätzliche Gesamtkosten auf. Bei Erhöhung der Abschreibungsfrist auf 6 Jahre ergibt sich ein Fehlbetrag von lediglich 8 667 DM. Auf der Nutzenseite kommen allerdings nicht direkt quantifizierbare Nutzen für Forschung, Lehre und Qualitätssicherung sowie ein zuverlässigerer Datenzugriff hinzu. Diese dürften das Nutzen-Kostenverhältnis größer eins werden lassen.
Diskussion: Nur ein Teil der Vorteile einer elektronischen Patientenakte ist gut quantifizierbar in Form von eingesparten Kosten. Die im dargestellten Beispiel verbleibenden Mehrkosten einer elektronischen Patientenakte werden durch eine Reihe von zusätzlichen Nutzeffekten mehr als aufgewogen. Aufgrund von Schwierigkeiten bei der Quantifizierung können diese jedoch nur qualitativ aufgeführt werden.
Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Mathildenstr. 8, D - 80336 München