VF 64
A. A. Bialasiewicz, A. Hassenstein
Einleitung: Die sulkusnahtfixierte Hinterkammerlinsenimplantation ist bei komplizierten Aphakiesituationen zum Routineeingriff geworden. Während einer pars plana Vitrektomie auch ohne Amotio retinae wird diese Indikation zurückhaltender gestellt.
Patienten: Wir zeigen exemplarisch 4 Patientenaugen, bei denen eine pars plana Vitrektomie wegen Luxatio lentis, Luxatio eines Pseudophakos, intra-okularem Fremdkörper und Endophthalmitis durchgeführt wurde. Das operative Vorgehen umfaßte jeweils zunächst die Bereinigung der intraokularen Situation mit einer ppV, ggf. mit vorangegangener Phakektomie oder Entfernung der Intraokularlinse, dann die Implantation einer Morcher 81E Hinterkammerlinse über 2 Prolene-Pfostennähte unter lamelläre Skleradeckel über einen skleralen Tunnelschnitt oder einen korneoskleralen Zugang. Der Luft-Flüssigkeitsaustausch wurde am Ende der Operationen vorgenommen und 0.4ml C2F6, instilliert.
Ergebnisse: Die Aphakiesituation ohne HKL erlaubte eine klare Darstel-lung von Netzhautbefunden, um eine vollständige ppV und eine adäquate Endolaserkoagulation zu gewährleisten. Die HKL-Implantation am Ende der Operation hat den Vorteil, nicht durch optische Brechungsphänomene gestört zu werden. Die große Optik und flexible Haptik bewährte sich in der postOP-Phase hinsichtlich des Risikos eines iris capture.
Diskussion: Die Indikation für eine sulkusnahtfixierte Hinterkammerlinsen-implantation während einer ppV kann für die schnelle postoperative optische Rehabilitation vorteilhaft sein.
Augenklinik mit Poliklinik des
Universitäts-Krankenhauses Eppendorf,
Martinistr. 52, D-20251 Hamburg