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N. Anders
Nachdem die Peribulbäranästhesie aus verschiedenen Gründen die Retrobulbäranästhesie als Standardverfahren der Lokalanästhesie bei Kataraktoperationen zunehmend abgelöst hat, gibt es in letzter Zeit vermehrt Arbeiten, die Verfahren propagieren, bei denen auf einen Einstich in die Haut oder die Konjunktiva völlig verzichtet werden kann. Nach der reinen Tropfanästhesie, wie sie vor allem für die sogenannten Clear-Cornea"-Schnittechnik empfohlen wurde, und der Sponge-Technik, wurde auch die direkte intraokulare Injektion von konservierungsstoffreien Lokalanästhetika als topisches Anästhesieverfahren in die Kataraktchirurgie eingeführt.
Im Referat wird die Technik der verschiedenen topischen Anästhesieverfahren vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile gegenüber der Peri- bzw. Retrobulbäranästhesie erörtert. Darüberhinaus werden eigene Ergebnisse vor allem zur intrakammeralen Lidocain-Anästhesie dargestellt: experimentelle und klinische Ergebnisse zum Hornhautendothel, elektrophysiologische Veränderungen, klinischer Vergleich der topischen Anästhesie mit der Peribulbäranästhesie, Belastungen der verschiedenen Verfahren für den Patienten und den Operateur, sowie der Einsatz von topischen Verfahren bei antikoagulierten Patienten.
Augenklinik, Universitätsklinikum Charité, Campus Virchow-Klinikum, Augustenburger Platz 1, D-13353 Berlin