98. Jahrestagung der DOG 2000

R 808

Komplikationsprofile von Intraokularlinsen: Eine Analyse von 8500 Explantaten und Autopsieaugen.


G. U. Auffarth1,2, Q. Peng2, D. J. Apple2

Hintergrund: Die Kataraktoperation mit Intraokularlinsen (IOL) Implantation stellt den häufigsten Eingriff in der Augenheilkunde dar.

Methoden: Anhand von 8500 Präparaten (7059 IOL-Explantate, 1441 Autopsie-Augen) wurden Explantationsgründe und Komplikations-profile von IOLs analysiert.

Ergebnisse: Vorderkammerlinsen (N=4104) (VKL) zeigten als häufigsten Explantationsgrund korneale Komplikationen (66,9%) und entzündliche Reaktionen (31,4%). Haupt-explantationsgründe für irisfixierte IOL (N=878) waren korneale Komplikationen (57,1) und entzündliche Reaktionen (19,9%). Die Hauptexplantationsgründe für PMMA-HKL waren Linsendezentrierungen (42,6 %) und entzündliche Reaktionen (23,7 %). Die Hauptexplantationsgründe für Faltlinsen waren Linsendezentrierungen (31,3 %) und entzündliche Reaktionen (19,3 %).

Schlußfolgerung: Die Analyse dieses großen Untersuchungsgutes gibt einen detailierten Überblick über die unterschiedlichen Komplikationsprofile der verschiedenen Intraokularlinsentypen.

1Univ.-Augenklinik Heidelberg, INF 400, 69120 Heidelberg
2Center for Research on Ocular Therapeutics and Biodevices, Medical University of South Carolina, Charleston, USA



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