Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Proliferative und elektrophysiologische Eigenschaften kultivierter humanen kornealen Endothelzellen

1,2Aboalchamat B., 2Wallis C., 1Engelmann K., 2Allen M., 2Faragher R.

1Universitäts-Augenklinik Eppendorf, Hamburg Germany; 2School of Pharmacy and Biomolecular Sciences, University of Brighton, Brighton BN2 4GJ, UK; *Dr. Bilal Aboalchamat wurde durch die DFG unterstützt (AB 120/2-1).

Ziel: Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Mechanismen der Teilungsfähigkeit sowie des Differenzierungsstatus kultivierter humaner kornealer Endothelzellen (HCEC).
Methoden: Kulturen humaner kornealer Endothelzellen wurden mit einem Retrovirus, der die katalytische Untereinheit des humanen Telomerasegens (hTERT) enthält, transfiziert. Die Telomerlänge kultivierter HCEC wurde vor sowie nach der Transfektion mittels TRF-Analyse (Telomeres restriction fragments) bestimmt. Die Telomeraseaktivität transfizierter Kulturen wurde in dem TRAP-Assay gemessen. Humane Keratozyten (EK1.BR) dienten als Kontrolle. Das Vorkommen eines kornealen, endothelspezifischen Kaliumkanals wurde mittels der Patch-Clamp-Technik in HCEC-Kulturen untersucht.
Ergebnisse: Ektopische Expression des Telomerasegens führte sowohl in HCEC als auch in EK1.BR zu einer messbaren Telomeraseaktivität sowie zu einer Verlängerung der Telomere. Während die induzierte Telomeraseaktivität zur Immortalisierung der humanen Keratozyten führte, hatte sie keinen Einfluß auf das Proliferationsvermögen der HCEC. Die kultivierten HCEC wiesen unabhängig von ihrer Morphologie und ihrer Proliferationsaktivität einen Temperatur-sensiblen, Anionen-aktivierten Kaliumkanal auf, der charakteristisch für korneale Endothelzellen ist.
Diskussion: Unsere Ergebnisse zeigen, dass kultivierte HCEC ihre besonderen elektrophysiologischen Eigenschaften beibehalten und dass diese Zellen einen telomeraseunabhängigen Alterungsweg besitzen. Dies ist der erste Nachweis eines solchen Alterungsweges in einem okulären Gewebe.




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