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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Ist die Anwendung der Blau-Gelb-Perimetrie bei der Betreuung von Glaukompatienten sinnvoll ? Bayer A. U., Erb C. Universitäts-Augenklinik Tübingen und Belegabteilung für Augenheilkunde am Krankenhaus Weilheim-Schongau Einleitung: Die frühzeitige Erfassung eines fortschreitenden Gesichtsfeldschadens sowie die Diagnose Glaukom bei auffälliger Papille aber Normalbefund in der achromatischen Weiss-Weiss-Perimetrie (WWP) sind von zentraler Bedeutung für therapeutische Entscheidungen. Inwieweit die Blau-Gelb-Perimetrie (BGP) diese Entscheidungen beeinflussen kann, war Zweck dieser Studie. Methoden: 79 Patienten mit Offenwinkelglaukom (OWG) und asymetrischem Schaden in der WWP beider Augen sowie 79 normale Augen wurden mit der BGP untersucht. Bei weiteren 182 Patienten mit OWG wurde der Verlauf der WWP über 36 Monate mit der BGP verglichen. Ergebnisse: Die BGP zeigte signifikante Unterschiede beider Augen bei Patienten mit asymetrischer WWP (p=0.0003). Beim Vergleich von Augen mit OWG mit normaler WWP und normalen Augen ergab sich ein signifikanter Unterschied in der BGP (p<0.0001). Die ROC Analyse zeigte dabei eine Genauigkeit der BGP von 79,9% gegenueber 93,1% bei Augen mit pathologischer WWP. Nach den Kriterien für das Fortschreiten von Schäden in der WWP der Collaborative Normal Tension Glaucoma Study, fanden sich bei 70 von 182 Patienten mit OWG fortschreitende Defekte. Die BGP erkannte frühzeitig Lokalisation und Aufreten dieser Defekte in 55 der 70 Augen (78,6%). Diskussion: Die BGP kann die glaukomatöse Optikusatrophie beim OWG mit normaler WWP erfassen und das Fortschreiten eines be-stehenden glaukomatösen Gesichtsfeldschadens frühzeitig erkennen. |
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