Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Entfernung der Membrana limitans interna mit der Hilfe von Indocyanin Grün in der Chirurgie des Makulaforamens.

Bechrakis N. E., Potthöfer S., Jandeck C., Kellner U., Foerster M. H.

Augenklinik, Klinikum Benjamin Franklin, Freie Universität Berlin


Einleitung: Die Entfernung der Membrana limitans interna (ILM) hat sich in den letzen Jahren in der Chirurgie des Makulaforamens weitgehend durchgesetzt. Anliegen der vorliegenden Arbeit ist es die Effizienz von Indocyanin-Grün (ICG) in der Anfärbung der ILM und der Erleichterung ihrer Entfernung zu untersuchen. Des weiteren wurde die Ultrastruktur der entfernten Membranen untersucht.
Methoden: 50-100 µl 0,5% ICG wurden prospektiv bei 39 Patienten kurz vor der Entfernung der ILM in primären und rezidivierenden Makulaforamina intravitreal auf die Makula injiziert. Die Farbstoffreste wurden unmittelbar aus dem Glaskörperraum abgesaugt. Die entfernten Membranen wurden mittels Licht- und Elektronenmikroskopie feingeweblich untersucht.
Ergebnisse: Alle Patienten zeigten eine deutlich grüne Anfärbung der ILM in der Makula. Dadurch konnte die Membran leicht identifiziert werden, nachdem sie mittels eines Sato-Messers angeschnitten wurde. Die unter der Membran liegende Netzhaut wurde nicht angefärbt, so das durch den resultierenden Kontrast die ILM eindeutig identifiziert werden konnte. Mittels endfassender Pinzette konnte dadurch in allen Fällen ein kontinuierlicher runder Riss der ILM erreicht werden. Die Kanten der angerissenen ILM waren in allen Fällen klar sichtbar, so das ein erneutes Fassen und Umreisen der Membran problemlos möglich war falls dies notwendig erschien. Es wurden keine intra- oder postoperative Komplikationen beobachtet. Die feingewebliche Untersuchung der entfernten Membranen belegte in allen Fällen das Vorhandensein von ILM. Zusätzlich fanden sich stets beigemischte zelluläre Elemente auf der Oberfläche der ILM.
Schlußfolgerung: Mit der Verwendung von ICG ließ sich die ILM bei allen Patienten sicher entfernen. Dies erlaubt eine gezieltere und vollständigere Entfernung der ILM am hinteren Pol, wodurch unnötige Manipulationen mit dem Risiko potentieller Netzhautschädigungen vermieden werden. Zelluläre Elemente in unmittelbarer Nachbarschaft zur ILM scheinen bei der Pathogenese des Makulaforamens beteiligt zu sein.



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