Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Proteinkinase C (PKC) - und Vascular endothelial growth Faktor-(VEGF) Inhibition bei diabetischer Makulopathie

Beckendorf A., Kusserow C., Schmidt-Erfurth U.

Klinik für Augenheilkunde, Universitätsklinikum Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck


Hintergrund: Die exsudative diabetische Makulopathie (DMP) ist Folge einer Störung der retinalen Gefäßwandbarriere mit pathologischer Permeabilität und Extravasation von Blutbestandteilen. Proteinkinase C (PKC) und vascular endothelial growth factor (VEGF) wurden als wichtige Mediatoren der vaskulären Permeabilität identifiziert und lösen bei vasookklusiver Angiopathie und ischämischer Konstellation einen Zusammenbruch der Blut-Retina- Schranke aus. Eine pharmakologische Inhibition dieser Faktoren führte experimentell zu einer Restoration der Barrierefunktion mit Rückgang der Exsudation.
Methode: In einer multizentrischen, randomisierten, doppelt-maskierten Studie Phase II werden Wirksamkeit und Komplikationsfreiheit der systemischen Gabe eines PKC/VEGF-Inhibitors evaluiert. Patienten mit klinisch signifikantem diabetischen Makulaödem (CSME) werden mit Placebo- oder zwei verschiedenen oralen Dosisgruppen behandelt. Als primäres Studienziel gilt eine signifikante Reduktion des CSME-Areals aufgrund der stereoskopischen Netzhautbeurteilung durch ein unabhängiges Reading Center.
Resultate: 24 Patienten mit CSME bei Diabetes mellitus I/II wurden in einem retinologischen Zentrum in die Studie aufgenommen. Alle Probanden erhielten über einen Zeitraum von 3 Monaten Placebo (n=8) bzw. Verum (n=16). In keinem Fall mußte die Therapie wegen Medikations-bedingten Nebenwirkungen unterbrochen werden. Ein Studienabbruch wegen einer massiven Progredienz des exsudativen Netzhautbefundes war ebenfalls nicht erforderlich. Bei einem Teil der Patienten waren Visusbesserungen nach ETDRS-Kriterien, ein Rückgang der zentralen Netzhautdicke (retinal thickness analyzer) und eine Reduktion zentraler Funktionsdefizite (Scanning laser scotometry) dokumentierbar.
Zusammenfassung: Die Inhibition der vaskulären Permeabilitätsfaktoren bei der exsudativen DMP bietet ein vielversprechendes Konzept für eine selektive und kausale Therapie der diabetischen Gefäßerkrankung. Die systemische Gabe scheint nicht mit relevanten allgemeinen oder okulären Nebenwirkungen assoziiert zu sein.



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