Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Supplementierungsmedikamente beim Einsatz der Larynxmaske in der Kataraktchirurgie

Becker R., Schmidt W., Viehl H., Rupp D.

Zentrum für Augenheilkunde, Friedrichstraße 18, D-35392 Gießen


Hintergrund: Unter besonderer Berücksichtigung der Wirkung von SKetamin, der linksdrehenden Form des Racemats Ketamin, verglichen wir bei Patienten, die zur Kataraktoperation eine Propofol-Narkose mit Larynxmaske erhielten, den intraokularen Druck (IOD), den Glaskörperdruck und verschiedene anästhesiologische Parameter bei unterschiedlichen Narkoseregimen.
Patienten und Methode: 4 Gruppen mit je 15 Patienten, Katarakt- Operation (Phakoemulsifikation); Narkoseeinleitung und -fortführung mit Propofol, Larynxmaskeninsertion und möglichst Spontanatmung mit Zuführung eines Sauerstoff/ Lachgasgemisches; Supplementierung mit Propofol (0,6 mg/kg, Gruppe 1), S-Ketamin (0,3 mg/kg, Gruppe 2), Ketamin (0,6 mg/kg, Gruppe 3) oder Fentanyl (0,5 mg/kg, Gruppe 4); IOD-Messung mittels Tonopen XL zu verschiedenen Zeitpunkten, Einschätzung des intraoperativen Glaskörperdrucks (Scores von 0 bis 3).
Ergebnisse: Weder beim IOD noch beim Glaskörperdruck ergab sich ein signifikanter Unterschied zwischen den Medikamenten (Varianzanalyse, a=0,05). Ein IOD-Anstieg während der Larynxmaskeninsertion wurde nicht beobachtet. Die Spontanatmungsrate lag in der Fentanyl-Gruppe signifikant niedriger als in den anderen Gruppen. Hinsichtlich der Aufwach- und Extubationszeiten sowie unerwünschter Nebenwirkungen ergaben sich keine signifikanten Unterschiede.
Diskussion: S-Ketamin als Supplementierungsmedikament bei Propofol- Narkosen mit Larynxmaske in der Kataraktchirurgie hatte keinen signifikanten Einfluß auf den IOD und den Glaskörperdruck. S-Ketamin bietet ein sicheres "Handling" der Patienten durch die rasche Rückkehr zur Spontanatmung bei ausgezeichneter Analgosedation sowie durch die niedrigere Dosierung gegenüber dem Racemat.



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