Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Konzept einer lamellären Keratoprothese - in-vitro und in-vivo Untersuchungen von oberflächenmodifiziertem Silikon

Berger E.

Universitäts-Augenklinik, Doberaner-Str. 140, D-18057 Rostock


Einleitung: In den letzten Jahren wurden neue poröse Haptikmaterialien hinsichtlich der besseren Biointegration von Keratoprothesen untersucht. Das An- und Einwachsen von Fibroblasten in das poröse Material sind wichtige Faktoren um eine dauerhafte Fixation der Keratoprothese zu sichern. Bei Erkrankungen die zur Trübung der anterioren Hornhaut führen und die einer Keratoplastik nicht zugäglich sind, könnte eine lamelläre Keratoprothese erfolgversprechend sein. Gleichzeitig können damit bekannte Komplikationen wie z.B. retroprothetische Membranen verhindert werden.
Methoden: Die in-vitro und in-vivo Untersuchungen von oberflächenmodifiziertem Silikon (Porengröße 100-200µm, Dicke 200µm) und ePTFE (Porengröße 63-78µm, Dicke 240µm) wurden in Gerwebekultur mit humanen Keratozyten und in der Kaninchenhornhaut durchgeführt. Die Oberflächenmodifikation erfolgte mit Nierderdruckplasma.
Ergebnisse: Auf plasmamodifiziertem Material waren die Keratozyten adhärent. Es waren makroskopisch keine chronischen Entzündungszeichen nach Implantation zu beobachten. Die histologischen Untersuchungen zeigten das An- und Einwachsen von Fibroblasten in das poröse Material. Die Nachbeobachtungszeit betrug bis zu einem Jahr.
Diskussion: Nach den positiven Ergebnissen der in-vitro und in-vivo Testungen von oberflächenmodifiziertem Silikon wurde ein neues Keratoprothesen-Modell für die lamelläre Implantation entwickelt. In den Fällen, die eine lamelläre Implantation zulassen, erscheint es möglich bekannte Probleme wie z.B. retroprothetische Membranen oder Extrusionen infolge des intraokularen Druckes zu lösen. Es sind weitere invivo Untersuchungen notwendig.



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