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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Interferon-Retinopathie mit zentraler seröser Netzhautabhebung bei chronisch aktiver Hepatitis C Best J., Althaus C. Augenklinik, Universitätskliniken Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf Einleitung: Unter der Therapie mit Interferon-alpha (IFN-a), welches bei unterschiedlichen Systemerkrankungen eingesetzt wird, sind multiple reversible Nebenwirkungen an verschiedenen Organsystemen bekannt. Ophthalomologischerseits kann eine Retinopathie mit Cotton-wool-Herden und retinalen Blutungen auftreten. Eine seröse Netzhautabhebung wurde bisher nicht beschrieben. Kasuistik: Eine 34jährige Patientin stellte sich zwei Tage nach Abschluß einer erfolgreichen IFN-a Therapie bei chronisch aktiver Hepatitis-C mit einer akuten Visusverschlechterung des linken Auges vor. Die Patientin erhielt über 6 Monate IFN-a in einer Dosierung von 6 million international units (MIU) 3 mal pro Woche subkutan in Kombination mit Ribaverin® . Der Visus betrug s.c. rechts 1,0 und links 0,2. In der indirekten Ophthalmoskopie zeigten sich bds. Cotton-wool-Herde sowie nur am linken Auge eine umschriebene seröse ca. 2,5 PD große Netzhautabhebung unter Beteiligung der Fovea. In der Fluoreszenzangiographie stellte sich ein typischer Quellpunkt unterhalb der Makularegion dar. Unter der Annahme, dass hier eine Interferon-Retinopathie vorlag, wurde eine intravenöse Therapie mit 2 mal 8mg Dexamethason begleitet von einer oralen Acetazolamid Therapie mit 2 mal 250mg eingeleitet. Lokal wurde zusätzlich mit Flurbiprofen AT 4 mal pro Tag behandelt. Der Visus stieg innerhalb 6 Tagen unter Rückbildung der serösen Abhebung auf 1,0 an. Die Kontrollangiographie am 6. Tag zeigte keinen Quellpunkt mehr. Schlußfolgerungen: Patienten unter IFN-a sollten regelmäßig einer ophthalmologischen Verlaufsbeobachtung unterzogen werden, um insbesondere eine seröse Netzhautabhebung als Ausdruck einer Interferon-Retinopathie nicht zu übersehen und ggf. umgehend eine Therapie einzuleiten. |
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