Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Intraokulare Knochenbildung: Inzidenz, klinische Daten von 3850 enukleierten Augen und Nachweis von CD68+ Zellen

1,2Bialasiewicz A. A., 1Kondek T.

1Universitäts-Augenklinik Eppendorf, Hamburg, 2Department of Ophthalmology, SQUH University of Oman, Al Khod/Muscat


Untersuchungsziel: Klinische Daten zur Pathogenese und monozytäre Zellen bei sekundärer intraokularer ossärer Metaplasie werden evaluiert.
Methoden: 216 von 3850 Augen (=5.32%), die zwischen 1968 und 1997 enukleiert und im ophthalmopathologischen Labor der Univ.-Augenklinik Eppendorf aufgearbeitet wurden, zeigten histologisch Knochenbildung. Patientendaten wurden ausgewertet und die Präparate auf CD68, ein lysosomales Glykoprotein, das hauptsächlich im Zytoplasma von Monozyten gefunden wird, mittels einer 3-Schritt Avidin-Biotin-Technik (LSAB-2kit, DAKO, Hamburg) untersucht.
Ergebnisse: Primäre klinische Ereignisse waren Trauma (120), Uveitis (35), Amotio retinae (30), Glaukome (12) und anderes. Die endgültige histopathologische Diagnose war Amotio retinae (167) (mit PVR (143)), Glaukome (111), Katarakt (103), zyklitische und retrokorneale Membranen (83) und Aderhautamotio (49). Knochen wurde intraretinal (62), subretinal (62), im RPE (47), in der Chorioidea (30) und an der Papille (19) gefunden. Der zeitliche Abstand zwischen der anfänglichen Erkrankung und der Enukleation betrug 2-73 Jahre (Median 24.9 Jahre). Alle Proben zeigten ein periossäres chronisch-entzündliches Infiltrat, und 80/216 (37.1%) färbten sich für CD68 stark an (0-10/hpf: 14=175%, 11-50/hpf: 54=67.5%, 51-80/hpf: 12=15%).
Schlußfolgerungen: Der wichtigste pathogenetische Faktor für intraokulare Knochenbildung im vorliegenden histopathologischen Material stellt Trauma, gefolgt von Amotio retinae mit PVR und chronischer Entzündung und der Rekrutierung von CD68+ monozytären Zellen dar.



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