Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Funktionelle und morphologische Veränderungen nach chronischer Gabe von Chloroquine in der Retina der Maus

Bredehorn T., Duncker G.

Klinik für Augenheilkunde der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06097 Halle/Saale


Ziel: Eine Reihe von dikationischen amphiphilen Medikamenten erzeugen eine generalisierte Lipidose. Der morphologische und funktionelle Effekt des Antimalariamedikamentes Chloroquine auf die Retina der Maus ist Gegenstand dieser Studie.
Methoden: Die Mäuse wurden oral mit Chloroquine (60-90 mg/kg KGW) für einen Zeitraum von 16 Wochen gefüttert. Initial und am Ende dieses Zeitraums wurde eine ERG-Untersuchung durchgeführt. Die Retinae der Mäuse wurde licht- und elektronenmikroskopisch untersucht.
Ergebnis: In allen retinalen Zellschichten und besonders in der Pigmentepithelschicht und den Ganglienzellen konnte eine Lipidose nachgewiesen werden. Die Amplituden der a-und b-Welle im ERG waren nach 16 Wochen Medikamentenapplikation reduziert.
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie zeigt, dass das Pigmentepithel und die an der lysosomalen Speicherung von Chloroquin beteiligt sind. Es kann vermutet werden, dass durch eine starke Speicherung von Lipid-Medikamenten Komplexen eine sekundäre Schädigung der Neuroretina mit funktionellen Störungen hervorgerufen wird.



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