Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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In vitro-Abtragung der Membrana limitans interna mit dem Er:YAGLaser

Brix A., Vogel A., Winkler J., Dröge G., Birngruber R., Laqua H., Hoerauf H.

Universitäts-Augenklinik Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck, Med. Laserzentrum Lübeck GmbH, Peter-Monnik-Weg 4, 23562 Lübeck


Einleitung: Die vorliegende Studie soll untersuchen, ob eine reproduzierbare und selektive Abtragung der Membrana limitans interna (MLI) mit dem Er:YAG-Laser möglich ist.
Methode: Retinaexplantate aus enukleierten Schweinebulbi wurden unter Perfluorkarbon mit einem freilaufenden Er:YAG-Laser behandelt. Eine Versuchsreihe wurde unter Verwendung einer Low-OH-Quarzfaser und eine zweite unter Benutzung einer Saphirfaser durchgeführt. Die behandelten Explantate wurden mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) beurteilt und anschliessend histologisch untersucht.
Ergebnisse: Eine Abtragung innerer Netzhautschichten war mit beiden Fasern möglich, jedoch zeigten sich bei Verwendung der Saphirfaser weniger thermische Nekrosezonen sowie homogenere Abtragungsmuster. Bei einer Dosis von 2,0 J/ cm2 fanden sich oberflächliche, bis in die Nervenfaserschicht reichende Defekte. Durch eine weitere Dosisreduktion liess sich jedoch keine reproduzierbare Abtragung der MLI erzielen.
Schlußfolgerungen: Eine Abtragung innerer Netzhautschichten mit dem Er:YAG-Laser ist möglich, jedoch bisher keine selektive Ablation der MLI. Im Vergleich zur Low-OH-Faser erzeugte die Saphirfaser reproduzierbarere Defekte. Die OCT ist als Schnelltest zur Beurteilung der Lasereffekte bis in die Tiefe der Nervenfaserschicht geeignet. Die Auflösung reicht zur Kontrolle einer MLI-Abtragung jedoch nicht aus.



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