Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Ultraschallbiomikroskopie bei Bindehauttumoren

Buchwald H.-J., Müller A., Spraul C. W., Lang G. K.

Universitäts-Augenklinik , Prittwitzstrasse 43, D-89075 ULM, FRG


Der Wert der Ultraschallbiomikroskopie in der Diagnostik von Bindehauttumoren ist bislang nicht genau bekannt.
Methode: Wir verwendeten ein Ultraschallbiomikroskop (Humphrey, Zeiss, Oberkochen) mit einem Hochfrequenzschallkopf (30 bzw. 50 Hz) zur Darstellung von Bindehauttumoren. In die Studie eingeschlossen wurden Patienten mit Bindehauttumoren, die im Zeitraum von Januar 2000 bis Mai 2001 operiert wurden. Die Bindehauttumoren wurden nach der Exzision histologisch aufgearbeitet.
Ergebnisse: Es wurden 17 Patienten (9 weiblich, 8 männlich) im Alter von 9-72 Jahren (Mittelwert = 49,5 Jahre) untersucht. Histologisch zeigten sich bei 6 Patienten (35%) eine Zyste, bei 3 Patienten (18%) ein Compound- Nävus, bei jeweils 2 Patienten (12%) eine granulomatöse Entzündung bzw. ein Lymphom und bei jeweils 1 Patient (6%) ein Fremdkörper und eine Amyloidose der Bindehaut. Ultraschallbiomikroskopisch konnten bei 6 Patienten (35%) zystische Tumoren festgestellt werden (6 Patienten mit Bindehautzysten). Bei den Patienten mit solidem Bindehauttumor war eine weitere differentialdiagnostische Einordnung mittels Ultraschallbiomikroskopie nicht sicher möglich. Die 3 Patienten mit Compound-Nävus zeigten ein eher heterogenes Binnenecho. Bei dem Patienten mit dem Bindehautfremdkörper konnte ein Schallschatten nachgewiesen werden.
Schlußfolgerung: Die Ultraschallbiomikroskopie kann in der Diagnostik von Bindehautbefunden zur Differentialdiagnose von zystischen und soliden Bindehauttumoren sowie zur Beurteilung der Tumorgrenzen eingesetzt werden. Eine Dignitätsbeurteilung aufgrund der Reflektivität eines Tumors ist nicht möglich.



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