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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Zukünftige Strategien für das HLA-Matching in der Transplantationsmedizin Claas F. H. J. Department of Immunohematology & Blood Bank, University Medical Center, Leiden Hintergrund: In der Wahl geeigneter Empfänger für Knochenmark- und Nierentransplantate spielt die HLA-Kompatibilität seit längerem eine wichtige Rolle. Auch für die Hornhauttransplantation, speziell in Hochrisikofällen, ist der vorteilhafte Einfluss der HLA-Kompatibilität nachgewiesen. Die schon bei serologischer HLA-Typisierung große Zahl an unterschiedlichen Allelen erschwert es, passende Spender zu finden. Durch die neuen molekularbiologischen Typisierungsmethoden ist die Zahl der bekannten Allele nochmals nahezu exponentiell angestiegen. Vor diesem Hintergrund ist das Ziel, für jeden Empfänger ein komplett HLA-kompatibles Transplantat zu finden nicht mehr realistisch. Für die meisten Patienten wird also nur ein partiell passender Spender zu finden sein. Retrospektive Analysen ergaben, dass sich nicht jedes HLA-Mismatch gleichermaßen negativ auf das Transplantatüberleben auswirkt. Einige HLAMismatches scheinen immunogener als andere zu sein, was auch in Lymphozytenstimulations-Experimenten bestätigt wurde. So konnte das Konzept von "taboo"- und "permissible"- Mismatches entwickelt werden: Transplantate mit HLA-Mismatches, die ausschließlich als "permissible" eingestuft sind, haben eine ähnlich gute Prognose wie komplett HLAkompatible Transplantate. Transplantate mit "taboo"- Mismatches schneiden hingegen deutlich schlechter ab. Bis vor kurzem setzten die Identifikation von "taboo"- und "permissible"- Mismatches umfangreiche Analysen von Nachbeobachtungsdaten und aufwändige Laborexperimente voraus. Methoden: Ein neues Computerprogramm von Dr. R. Duquesnoy (Pittsburgh, USA) könnte sich hier als äußerst nützlich erweisen. Dieses Programm zählt für jedes HLA-Mismatch die Zahl der Antigen-Epitope, die vom Empfänger als fremd erkannt werden können. Ein HLA-Mismatch kann sich mit null oder einem solcher Antigen-Epitope auswirken, ein anderes mit über zehn. Es ist zu erwarten, dass letzteres HLA-Mismatch stärker immunogen ist. Ergebnisse: Die Vorhersagekraft dieses Programms wird zurzeit in Studien im Hinblick auf humorale und zelluläre Immunantworten hin evaluiert. Schlußfolgerung: Diese Studien werden klären ob unter Berücksichtigung von "taboo"- und "permissible"- Mismatches auch nicht vollständig HLA-identische Spender ausgewählt werden können. |
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