Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Vergleich der konventionellen Schwellenstrategie mit der Schnellstrategie der "Tendency Oriented Perimetry" (TOP) beim Glaukom

Dannheim F.

Augenarztpraxis, Seevetal-Hittfeld


Ziel: Vergleich von Glaukomgesichtsfeldern, mit den beiden Strategien erhoben, bezüglich Testdauer, Reproduzierbarkeit, Übereinstimmung, mittlerem Defekt (MD), Verlustvarianz (LV) und durch Betrachtung.
Methoden: 27 Glaukomaugen von 21 Patienten (4 grenzwertige, 5 geringe, 5 mäßige und 13 starke Defekte) wurden jeweils zweifach mit der normalen Schwellenstrategie und der TOP Strategie am OCTOPUS 1-2-3 Perimeter in wechselnder Folge mit Programm G1X untersucht.
Ergebnisse: Testdauer mit der normalen Strategie war 11.2 ± 0.68, mit der TOP Strategie nur 2.25 ± 0.18 Minuten - ein Zeitgewinn von 80 ± 2 %. Reproduzierbarkeit, berechnet durch Kurzzeitfluktuation (SF), ist für die normale Strategie 4.04 ± 1.05, für TOP 4.19 ± 1.23. 3 Augen mit schwachen Defekten wiesen mit TOP eine deutlich höhere SF auf. Reproduzierbarkeit als Korrelationskoeffizienten für Defektwerte innerhalb jeder Strategie ist bei mäßigen oder starken Störungen für beide Strategien ähnlich (r um 0.8 mit einer Ausnahme). Übereinstimmung der Befunde für beide Strategien, berechnet als SF zwischen Mittelwerten der beiden Defektwerte jeder Position für die beiden Methoden, ist 3.93 ± 0.94, etwas kleiner als SF für jede einzelne Strategie. Übereinstimmung als Korrelationskoeffizient zwischen diesen mittleren Defektwerten beider Strategien ist bei den mäßig und stark betroffenen Augen zwischen 0.81 und 0.91 (0.84 ± 0.09). Die Steigung der Hauptgeraden dieser Korrelation ist 0.82 bis 0.91, der Achsenabschnitt 0.35 bis 2.93. TOP nivelliert damit die verschiedenen Defektwerte gering, erkennbar auch in etwas reduzierter LV bei gleichem MD. Betrachtung der Befunde läßt eine vorzügliche bis mäßig gute Übereinstimmung in allen Fällen erkennen. Die Ähnlichkeit war bei den mäßig und stark betroffenen Augen größer als bei den schwächer gestörten. Die 4 am deutlichsten abweichenden Befunde werden gezeigt.
Schlußfolgerung: TOP spart 80 % Testdauer und vermeidet Ermüdung. Diese schnelle Schwellenmethode ist ausreichend zuverlässig für die routinemäßige Anwendung beim Glaukom. Die Dämpfung der Defektwerte bei TOP erfordert für Verlaufskontrollen eine kontinuierliche Anwendung.



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