Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Mangel vor dem Hintergrund des Überflusses: Spenderaufkommen, Organallokation und die Warteliste von Eurotransplant

De By T. M. M. H.

BIS Foundation und Eurotransplant, Leiden


Ziel: Die Vergabe HLA-typisierter Hornhauttransplantate über die Stiftung Bio-Implant-Services (BIS) ist in Deutschland durch eine Richtlinie der Bundesärztekammer geregelt. Durch eine erfolgreiche internationale Zusammenarbeit mit verschiedenen Hornhautbanken bietet BIS Hornhäute von Spendern aus unterschiedlichen Ländern an. In einigen Ländern herrscht ein absoluter Mangel an Hornhauttransplantaten. In diesen Ländern ist das Warten auf ein HLA-kompatibles Hornhauttransplantat logistisch nicht sinnvoll. So wird auch den Patienten, für die ein HLAkompatibles Transplantat indiziert wäre, oft ein HLA-inkompatibles Tranplantat zugeteilt. Verschiedene Studien haben den Vorteil der Verwendung HLA-kompatibler Hornhauttransplantate aufgezeigt. BIS hat den Anspruch, optimal HLA-gematchte Hornhauttransplantate unter kürzestmöglicher Wartezeit für die Patienten zur Verfügung zu stellen.
Methoden: Durch die eingangs erwähnte internationale Kooperation und neue HLA-Typisierungsmethoden rückt das Ziel einer minimalen Wartezeit bei jeweils optimaler HLA-Kompatibilität in greifbare Nähe.
Ergebnisse: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2001 konnte die Zahl der HLA-typisierten Hornhäute im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres mehr als verdoppelt werden. Dies hatte eine zehnprozentige Verkleinerung der Warteliste für HLA-kompatible Hornhauttransplantate zur Folge. Molekularbiologische HLATypisierungsmethoden haben neue transplantationsimmunologische Erkenntnisse erbracht. Die internationalen Allokationskriterien von BIS sollten diesen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden. Es wird erwartet, dass sich unter diesen neuen Vergabekriterien die Warteliste noch weiter verkleinert und gleichzeitig der Grad der HLAKompatibilität verbessern wird.
Schlußfolgerungen: Für jeden Patienten, für den ein HLA-kompatibles Transplantat indiziert ist, wird es künftig möglich sein, auf ein solches Transplantat zu warten.



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