Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Laser Epithelial Keratomileusis (LASEK): Histologische Untersuchungen zur Vitalität der cornealen Epithelzellen nach Alkoholexposition

1,2Dreiss A. K., 3Winkler von Mohrenfels C., 3Gabler B., 2Kohnen T., 1Marshall J., 1,3Lohmann C. P.

1Dept of Ophthalmology, The Rayne Institute, ST Thomas' Hospital London; 2Zentrum für Augenheilkunde, Universität Frankfurt am Main; 3Universitäts- Augenklinik Regensburg


Hintergrund: Die Laser epitheliale Keratomileusis (LASEK) ist ein relativ neues Operationsverfahren zur Behandlung der Myopie. Hierbei wird nach der lokalen Applikation von 20%igem Alkohol ein epithelialer Flap erzeugt und nach der Laserablation wird das Epithel wieder an seine ursprünglichen Stelle zurückgelegt. Der Vorteil der LASEK ist, dass unmittelbar nach der Operation die Wunde von einem normalschichtigen Epithel bedeckt wird und somit die Wundheilungsreaktionen unterdrückt werden. Dieses funktioniert jedoch nur, wenn die Epithelzellen noch vital sind und nicht durch den Alkohol geschädigt worden sind.
Material und Methodik: Die Vitalität der cornealen Epithelzellen nach Exposition zu 20%igem Alkohol über 30 bis 120 Sekunden wurde bei 3 humanen Augen untersucht. Nach der Alkoholexposition wurde der epitheliale Flap erzeugt, von der Hornhaut mechanisch entfernt und in eine 0,1% Tryptan Blau Lösung überführt. Nach Inkubation über 2 Minuten bei 37oC erschienen alle Zellen, tot oder vital, blau. Nach Waschen der Zellen mit BSS wurden die Zellen in Medium für 30 Minuten bei 37oC re-inkubiert. Nach erneutem Waschen mit BSS erfolgte die Auswertung über die Lichtmikroskopie. Hierbei erschienen die toten Zellen blau und die vitalen Zellen farblos, da die vitalen Zellen in der Lage waren die blau Farbe herauszupumpen.
Ergebnisse: Bis zu einer Alkohol-Expositionszeit von 45 Sekunden fanden wir überwiegend vitale Zellen im Epithelzellverband. Insbesondere die Basalzellen erschienen keinen Schaden vom Alkohol abbekommen zu haben. Bei längeren Expositionszeiten fanden sich nahezu keine vitalen Zellen mehr.
Zusammenfassung: Derzeit werden bei der LASEK Alkohol-Expositionszeiten von 20 bis 30 Sekunden verwendet. Anhand unserer Untersuchungen zeigt sich, dass nach einer solchen Expositionszeit der Epithelzellverband überwiegend vitale Zellen zeigt und somit die Grundlage für eine erfolgreiche Beeinflussung der postoperativen Wundheilungsverläufe gegeben ist.



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