Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Effekt von autologem Serum auf die Heilung nicht-infektiöser Hornhautulcera und Expression von Wachstumsfaktor-Rezeptoren in der Kornea

Ebner S., You L., Völcker H. E., Kruse F. E.

Augenklinik der Universität Heidelberg, INF 400, D-69120 Heidelberg


Serum enthält eine Vielfalt an Faktoren, die die zelluläre Proliferation, Differenzierung und Wundheilung beeinflussen. Wir haben die Wirkung von konzentriertem, autologem Serum auf die Heilung nicht-infektiöser Hornhautulzera untersucht. Um den Mechanismus zu verstehen, wurde die Expression von Rezeptoren für Wachstumsfaktoren in der Zellkultur untersucht.
Methoden: In-vivo wurde die epitheliale Wundheilung nach Gabe von autologen Serumtropfen (100 %) an 37 Patienten mit gestörter Wundheilung bei Keratitis herpetica, rheumatischem Ulcus, bakterieller Keratitis oder Pemphigoid untersucht. In-vitro wurden Primärkulturen humaner Keratozyten verwendet. Die Zellen wurden in An- oder Abwesenheit von Serum oder von 1 ng/ml TGF-ß1 für 15 Stunden inkubiert und anschließend RNA isoliert. Die Expression der Wachstumsfaktor Rezeptoren (ActR-I und II, BMPR-IA und II, TrkA, B, und C) wurde mittels Dot-Blot untersucht.
Ergebnisse: Die Gabe von Serumtropfen (im Mittel 13 x /Tag) führte bei 25 von 37 Patienten mit Hornhautdefekt zu einem Abheilen des Defektes innerhalb von 11 ± 6 Tagen. Bei 6 Patienten konnte eine deutliche Besserung nach 10 ± 4,5 Tagen, bei 6 Patienten hingegen keine Wundheilung erzielt werden. Serum induzierte eine deutliche Vermehrung der RNA für verschiedene Wachstumsfaktor-Rezeptoren. Von den Nervenwachstumsfaktoren wurden Trk A, B und C heraufreguliert. Ebenso kam es zu einer Vermehrung der RNA für Rezeptoren der TGF-ß Familie (Activinrezeptoren: ActR-I und II, sowie BMPRezeptoren BMPR-I und II).
Diskussion: Unsere Ergebnisse bestätigen, daß Serum zur Behandlung von nicht-infektiösen Hornhautulzera verwendet werden kann. Der Wirkmechanismus scheint einerseits durch Inhaltsstoffe des Serum wie Wachstumsfaktoren und Fibronectin vermittelt zu werden. Darüberhinaus scheint Serum die Zellen der Hornhaut mehr empfindlich für diese Faktoren zu machen, indem Rezeptoren auf der Oberfläche vermehrt werden. DFG (Kr 993/12-1)



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