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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Ergebnisse der knöcheren 3-Wand-Orbitadekompression und der nachfolgenden Schieloperationen bei Patienten mit schwerer Endokriner Orbitopathie (EO) 1Eckstein A., 1Esser M., 2Krüger C., 2Mohr C. H., 1Steuhl K. P., 1Esser J. 1Abteilung für Augenheilkunde, 2Abteilung für Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Essen, 45122 Essen, Hufelandstr. 55 Einleitung: Ziel der folgenden Arbeit war es, die Veränderungen der Bulbusmotilität durch eine 3-Wand-Dekompression (bei kompressiver Opticopathie im Rahmen einer endokrinen Orbitopathie) und die Ergebnisse der anschließend erforderlichen Augenmuskeloperationen zu analysieren. Patienten und Methodik: In der Zeit zwischen 1997 bis 2000 unterzogen sich 27 EO-Patienten mit Optikuskompression einer knöchernen 3-Wand- Orbitadekompression. Folgende Parameter wurden vor und 3 Monate nach Orbitadekompression sowie nach jeder Schieloperation ausgewertet: Exophthalmometerwerte, monokulare Bulbusexkursionen, Fernwinkel in Primärposition, Feld des binokularen Einfachsehens. Ergebnisse: Vor der Dekompression bestand bei 14/27 Pat. ein horizontaler und bei 15/27 ein vertikaler Schielwinkel. Die Hebung war auf 21°(±10°), die Abduktion auf 32°(±12°) und die Adduktion auf 37°(±10°) eingeschränkt. Die Senkung war frei. Nach der Dekompression hatten 25/27 Pat. eine horizontale und 17 /27 eine vertikale Schielstellung. Der horizontale Schielwinkel nahm um 15° (MW) zu, während die Vertikalabweichung sich nur um 0,8° (MW) verstärkte. Die Hebung war mit 21°(±11°) unverändert während sich die Abduktion auf 20°(±10°) und die Adduktion auf 34°(±9°) verschlechterte. Nach der ersten Schieloperation (M. r. med. Rücklag. 18x bds/7x einseitig; M. r. inf. Rücklag. 10x einseitig/1x bds) erreichten 17 Patienten Einfachsehen in Primärposition. Bei 10 Pat. waren 2-4 Folgeoperationen notwendig. Bei Abschluss der Behandlung bestand noch bei 4 Pat. ein manifester Schielwinkel (1°- 4°), der mit Prismen ausgeglichen werden konnte. Die mittlere Winkelreduktion pro mm Rücklagerungsstrecke betrug bei den Mm. recti mediales: 1.3° (Min 0.2°/mm; Max 2.5°/mm). Diskussion: Durch die Entfernung der medialen Wand, die für die Entlastung des Nervus opticus am wichtigsten ist, kommt es zu einem Prolaps des orbitalen Gewebes in die Siebbeinzellen, was zu einer Einschränkung der Abduktion führt. Alle anderen Blickrichtungen sind nur minimal verschlechtert. Durch Augenmuskelrücklagerungen ist es möglich, die Augenstellung in Primärposition zu korrigieren, wobei allerdings mehrere Operationen in Kauf genommen werden müssen, da die Dosis-Wirkung-Beziehung eine sehr große Streubreite aufweist. |
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