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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Inflammatorisch aktivierte Makrophagen und eine erhöhte Anzahl gd-T-Zellen infiltrieren das periokuläre Bindegewebe bei der aktiven Endokrinen Orbitopathie (EO) 1Eckstein A., 2Quadbeck B., 3Mohr C. H., 1Steuhl K. P., 1Esser J., 2Gieseler R. 1Abteilung für Augenheilkunde, 2Abteilung für Endokrinologie, 3Abteilung für Kieferund Gesichtschirurgie, Universitätsklinikum Essen, 45122 Essen, Hufelandstr. 55 Einleitung: Die Charakterisierung der immunologischen Vorgänge in der Orbita in verschiedenen Krankheitsphasen hilft, die Pathogenese der EO besser zu verstehen. Ziel dieser Arbeit war die Charakterisierung der in der Orbita von EO Patienten vermehrt vorhanden Makrophagenpopulation und CD4+ T-Zellen, welche wahrscheinlich die ortständigen Fibroblasten stimulieren. Methode: Schockgefrorene Gewebeproben (Orbitafett) von Patienten mit aktiver (n=15, A-EO), inaktiver ausgebrannter EO (n=11, I-EO) und von gesunden Normalpersonen (n=14; Ptosis, Blepharoplastik) wurden immunhistologisch mit folgenden Antikörpern gefärbt: CD33 (frisch eingewanderte Monozyten), MHC II (Antigen-präsentierende Zellen), RFD7Ag (reife Mf), CD14 (aktivierte Gewebs- Mf), CD45 (alle Leukozyten), CD4 (hauptsächlich T-Helfer Zellen), ab-TCR (ab-T Zellen), gd-TCR (gd-T Zellen). Das Fettgewebe (FG) und das dazwischen liegende Bindegewebe (BG) wurden getrennt ausgezählt. Aus drei unabhängigen Auszählungen wurden Median und 5% bzw. 95% Konfidenzintervalle ermittelt, Ergebisse: Die Anzahl reifer (RFD7+) und inflammatorisch aktivierter (CD14+) Mf nimmt im aktiven Krankheitsstadium signifikant zu. Die Auszählung des Bindegewebes ergab: RFD7+: A-EO: 12.3% (0-29), I-EO: 8.7% (0-23.5) und Kontrolle: 0% (0-10.5), CD14+: A-EO: 14.3% (2.2-37.9), I-EO: 1.5% (0-25.6) und Kontrolle: 2.3% (0-18.7). Bei den meisten Mf handelte es sich um frisch eingewanderte Mf (CD33+): A-EO: 9.3% (0-29.3), I-EO 0.7% (0-28.1) und Kontrolle: 0% (0-4.3). Interessanterweise fanden sich bei Patienten mit A-EO mehr gd-T Zellen als ab-T Zellen. Diese gd-T Zellen verschwinden im inaktiven Krankheitsstadium wieder (A-EO: 7.3% (0-39.5), I-EO 0% (0-40), Kontrolle: 0% (0- 7)). Das Fettgewebe war weniger aber im gleichen Verhältnis zum BG infiltriert. Diskussion: Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass therapeutische Maßnahmen bei A-EO Adhäsion und Einwanderung von Monozyten in die orbitalen Gewebe verhindern sollten. Die Mf werden in der Orbita möglicherweise durch die in erhöhter Anzahl vorhandenen gd-T Zellen aktiviert. Pathologisch CD4+ gd -T Zellen spielen auch bei anderen Autoimmunerkrankungen eine zentrale Rolle und können Lipid-Antigene präsentieren, was möglicherweise bei der EO eine bedeutende Rolle spielt. |
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