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| Abstract | 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin |
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| Physiologischer Fernvisus Jugendlicher zwischen 12 und 14 Jahren Eggert K., Haase W. Abteilung für Pleoptik und Orthoptik der Universitätsaugenklinik Hamburg Untersuchungsziel: Die Untersuchung hatte zum Ziel die Frage zu beantworten:" Wie gut ist die physiologische Sehschärfe normalerweise im Altersverlauf?" und:"In welchem Alter wird die beste Sehschärfe erreicht?" Methoden: Wir untersuchten 102 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 14 Jahren. 91 davon wurden als augengesund eingestuft. Dazu durften die Probanden weder einen organischen Augenschaden, Schielen noch Refraktionsanomalien größer plus oder minus 5 Dpt. oder ein shärisches Äquivalent aufweisen. Getestet wurde nach der EN ISO 8596 Norm. Als Sehzeichen verwendeten wir Landoltringe (LR) in acht verschiedenen Orientierungen der Öffnung. Die LR wurden mittels eines PCs auf einem Monitor auf zwei verschiedene Weisen dargestellt: Als Einzeloptotypen und als Reihenoptotypen mit einem horizontalen Abstand von 2,6 Winkelminuten (CTest). Um eine neue Visusstufe zu erreichen, mussten die Probanden sechs von Zehn LR richtig erkennen. Resultate: Als mittleren monokularen Fernvisus erreichten die Probanden ein geometrisches Mittel sowie einen Median von 1,6 bei einer Standardabweichung von 0,86 Visusstufen. Die 5% Perzentile lag bei 1,25, die 95% Perzentile bei 2,0. Für Reihenoptotypen ermittelten wir einen geometrischen Mittelwert von 1,42 (Median: 1,6). Dieses Ergebnis ist statistisch signifikant niedriger als das der Einzeloptotypen. Verglichen mit unpublizierten Daten von 6 bis 10 jährigen Kindern (Dissertation Mediz. Hamburg, D.Staiger), erreichten die Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren ein signifikant höheres Ergebnis. Vergleiche mit Chang und Haase (1999), die 15 bis 19 jährige untersuchten, und Hautzinger und Haase (1997), die 20 bis 30 jährige untersuchten, führte zu keinem signifikant anderen Ergebnis. Schlußfolgerungen: Die physiologische Sehschärfe sollte nicht mit der epidemiologischen verglichen werden. Wir wollten herausfinden welche Sehschärfe für gesunde Menschen möglich ist. Die Sehschärfe scheint sich bis etwa zum zwölften Lebensjahr zu verbessern, um dann bis mindestens zum 30. Lebensjahr konstant zu bleiben. Bei einer Sehschärfeuntersuchung sollte bis mindestens zu einem Visus von 2,0 abgefragt werden. Benutzt man Reihenoptotypen als Sehtest, muß man mit kleineren Visuswerten (etwa eine halbe Visusstufe) rechnen als mit Einzeloptotypen. |
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