Abstract 99. Jahrestagung der DOG, 29. 9. - 2. 10. 01 im ICC, Berlin

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Apoptose induzierende Rezeptoren in humanen choroidalen und mikrovaskulären Endothelzellen.

Esser P., Luther T., Esser J. M., Kociok N., Welsandt G., Schraermeyer U.

Universitäts-Augenklinik Köln, Josef Stelzmann Str.9, 50931 Köln


Hintergrund: Das zentrale Element der klinischen Pathologie der diabetischen Retinopathie ist die Dysfunktion des Endothels, welches zur Ausbildung azellulärer Kapillaren mit konsekutiver Hypoxie des betroffenen Gewebsabschnittes führt. In dem vorliegenden Projekt wurde das Vorhandensein von neueren Rezeptor-Ligand-Systemen aus der TNFRezeptor Superfamilie (Apo3-L, Apo2-L und seine Rezeptoren Trail-R1,R2) bei humanen choroidalen Endothelzellen (CEC) und humanen microvaskulären Endothelzellen (HMEC) untersucht, da Apoptose ein entscheidender Mechanismus beim Untergang von Endothelzellen ist.
Methodik: CEC wurden mittels Lektin-gebundener magnetischer Dynabeads aus Spenderaugen gewonnen. Die für RT-PCR benötigte RNA wurde mittels Guanidium/Phenol-Extraktion gewonnen. Der Nachweis von Apo3-L, Apo2-L und Trail-R1,R2 wurde durch RT-PCR unter Anwendung spezifischer PCR Primer erbracht. Zellkulturuntersuchungen wurden mittels Kristall-violett Assay durchgeführt.
Resultate: RT-PCR: Die spezifische RNA für alle untersuchten Proteine konnten bei den gewählten Primer Kombinationen durch die zugehörigen Banden nachgewiesen werden. Die Behandlung von CEC mit APO-2L zeigte eine konstitutive Resistenz dieser Zellen gegenüber dem Liganden, welche durch die Gabe von Prostaglandin F2 überwunden wurde.
Diskussion: Das Vorhandensein von Apoptose-induzierenden Rezeptoren in CEC und HMEC ist ein Hinweis auf den Einfluss dieser Proteine bei vaskulären Erkrankungen der Netzhaut. Ähnlich wie CD95L aktiviert APO- 2L die apoptotische Kaskade in einer Vielzahl von unterschiedlichen Zellen. Im Gegensatz zu CD95L ist diese Wirkung jedoch auf pathologische Zellzustände (z.B. Tumoren) beschränkt, während normale Zellen resistent gegenüber APO-2L sind. Weiter Untersuchungen müssen zeigen, ob die Expression dieser Proteine eine klinische Signifikanz bei retinalen Erkrankungen hat.



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